Von Gott und seinen Eigenschaften.
Denk ich an dich, so fühl ich ich mehr von deinem Rath meine Blöße; ich fühle, Herr, erfahren: wenn ich nur dem, daß du unendlich bist, und daß was mich dein Wort gelehrt, umschränkt mein forschend Den- geglaubt, gefolgt, und treu fen iſt. dich hier verehrt.
2. Du wohnst im Licht, dazu kein Mensch kann kommen: was ists, das wir von deinem Ruhm vernommen? Ach, nur ein Theil von deiner Majestät, die über alles dich, o Gott, erhöht.
3. Dein ewges Sein, dein ganz vollkommnes Wesen; bas, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Verstand: von Engeln selbst wirst du nie ganz erkannt.
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8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle; zufrieden sei, wie du mich hier regierst, bis du mich einst zu deinem Himmel führst.
9. Dann werd ich dich im hellern Lichte sehen, und, froh in dir, dein ewig Lob erhöhen: Herr! du bist groß und zeigſt es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath.
4. Wie sollt ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Un
Mel.: Aus meines Herzens.
endlicher, dich völlig zu er- 6. Schwingt, heilige Gegründen? O mache mich von folchem Dünkel frei, daß mir Erde dein Wort des Glaubens Richt- allen schnur sei.
danken, euch von der los! Gott, frei von Schranken, ist unaussprechlich groß. Lobsinget Gott!
5. Mein eigner Geist kann sich leicht hintergehen; dein Wort ist wahr, es bleibet ewig stehen. Erforsch ich gleich 2. Rein Sinn fann ihn erdein göttlich Wesen nicht, so reichen; kein endlicher Vergnüge mir davon bein Unter- stand; wer darf sich ihm vergleichen? Wer hat ihn ganz
lobsingt vor seinem AngeLichte, zu dem kein Auge sichte! Er wohnt in einem bringt.
richt.
6. Von dir, durch dich, zu erkannt? Macht euch von ihm dir sind alle Dinge: gib, daß kein Bild! Wer kann den ich sir mich selbst zum Opfer Höchsten sehen, ob er gleich bringe. Begreif ichs nicht, wie alle Höhen und jede Tief erdu die Welt regierst, so sei füllt? mirs gnug, daß du mich selig führst.
3. Die Sonn in hoher Ferne mag strahlenreicher glühn; 7. Einst wirst du dich mir glänzt heller noch ihr Sterne, näher offenbaren; einst werd was seid ihr gegen ihn? Mit


