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Der kleine Catechismus Lutheri.
Den Chefrauen.
Die Weiber seyen unterthan ihren Männern, als den Herren, wie Sara Abraham gehorsam war, und hieß ihn Herr, welcher Töchter ihr worden seyd, so ihr wohl thut, und nicht so schüchtern seyd. 1 Petr. 3. Den Eltern.
Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, auf daß sie nicht schen werden, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zu dem Herrn. Ephes. 6.
Den Kindern.
Ihr Kinder, seyd gehorsam euern Eltern in dem Herrn. Denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheißung hat, nemlich, daß dirs wohl gehe, und du lange lebest auf Erden. Ephef. 6. Den Knechten, Mägden, Tag
löhnern und Arbeitern. Ihr Knechte, seyd gehorsam euren Leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures. Herzens, als Christo selbst, nicht mit Dienst allein vor Augen, als Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes thut, von Herzen, mit gutem Willen. Lasset euch dünken, daß ihr dem Herrn und nicht den Menschen dienet. Und wisset, was ein jeder Gutes thut, das wird er von dem Herrn empfahen, er sey Knecht oder Freier. Ephes. 6. Den Hausherren und Hausfrauen.
Ihr Herren, thut auch daffelbige gegen sie, und laffet euer Droben; und wisset, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt, und ist bei ihm kein Ansehen der Person. Ephes. 6.
Der gemeinen Jugend. Ihr Jungen, feyd den Alten unterthan, und beweiset darinnen die Demuth. Denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demü
thigen gibt er Gnade. So deműthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. 1 Petr. 5.
Den Witwen.
Welche eine rechte Witwe und einsam ist, die stellet ihre Hoffnung auf Gott, und bleibet am Gebet und Flehen Tag und Nacht; welche aber in Wollüsten lebet, die ist lebendig todt. 1 Tim. 5.
Der Gemeinde.
Liebe deinen Nächsten, als dich selbst; in dem Wort sind alle Ge bote verfasset. Röm. 13.
Und haltet an mit Beten für alle Menschen. 1 Tim. 2.
Ein jeder lern seine Lection So wird es wohl im Hause stohn.
Christliche Fragstücke, durch D. Martin Luther gestellet, für die, so zum Sacrament gehen wollen, mit ihren Antworten.
1. Glaubest du, daß du ein Sünder seyst? Antwort: Ich glaube es, ich bin ein Sün
der.
2. Woher weißt du das?
Antwort:
Aus den zehn Geboten, die habe ich nicht gehalten.
3. Sind dir deine Sünden auch leid? Antwort:
Ja, es ist mir leid, daß ich wider Gott gesündigt habe.
4. Was hast du mit deinen Sünden bei Gott verdienet?
Antwort:
Seinen Zorn und Ungnade, zeitlichen Tod und ewige Verdammniß. Röm. 6.
5. Hof.


