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Mühlhäusisches Gesangbuch : [nebst] Die sonn- und festtägigen Episteln und Evangelien
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Der Pfalter.

Pf. 142. 143. 144.

mit den Uebelthätern, daß ich nicht effe von dem, das ihnen geliebet.

5. Der Gerechte schlage mich freund­lich, und strafe mich; das wird mir so wohl thun, als ein Balsam auf meinem Haupt; denn ich bete stets, daß sie mir nicht Schaden thun.

6. Ihre Lehrer müssen gestürzt wer­den über einen Fels; so wird man dann meine Lehre hören, daß sie lieblich sey.

7. Unsere Gebeine sind zerstreuet bis zur Hölle, wie einer das Land zerreißt und zerwühlet.

8. Denn auf dich, Herr Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich; verstoße meine Seele nicht.

9. Bewahre mich vor dem Strick, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Uebelthäter.

10. Die Gottlofen müssen in ihr eigen Netz fallen mit einander, ich aber immer vorüber gehen.

Der 142. Pfalm. Davids Gebet um Hülfe und Er­rettung.

1. Eine Unterweisung Davids, zu beten, da er in der Höhle war.

2. Ich schreie zum Herrn mit mei­ner Stimme; ich flehe dem Herrn mit meiner Stimme.

3. Ich schütte meine Rede vor ihm aus, und zeige an vor ihm meine Noth.

4. Wenn mein Geist in Nengsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Strické auf dem Wege, da ich auf gehe.

5. Schaue zur Rechten, und siehe, da will mich Niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen, Niemand nimmt sich meiner Seele an.

6. Herr, zu dir schreie ich, und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Theil im Lande der Lebendigen.

7. Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplaget; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig.

8. Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohl thust.

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Der 143. Pfalm. Bußgebet um Abwendung des Uebels und Erlangung des Guten. 1. Ein Psalm Davids.

Herr, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen, erhöre mich um deiner Ges rechtigkeit willen;

2. Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir iſt kein Lebendiger gerecht.

3. Denn der Feind verfolget meine Seele, und zerschlägt mein Leben zu Boden; er leget mich in das Fin­stere, wie die Codten in der Welt.

4. Und mein Geist ist in mir geängstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehret.

5. Ich gedenke an die vorigen Zeiten, ich rede von allen deinen Thaten, und sage von den Werken deiner Hände.

6. Jch breite meine Hände aus zu dir; meine Seele dürftet nach dir, wie ein dürres Land. Sela.

7. Herr, erhöre mich bald, mein Geist vergehet; verbirg dein Äntliß nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.

8. Laß mich früh hören deine Gna­de; denn ich hoffe auf dich. Thue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlanget nach dir.

9. Errette mich, mein Gott, von mei­nen Feinden; zu dir habe ich Zuflucht. 10. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn Du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.

11. Herr, erquicke mich, um deines Namens willen; führe meine Seele aus der Noth, um deiner Gerechtig­keit willen;

12. Und verstöre meine Feinde, um deiner Güte willen, und bringe um alle, die meine Seele ängstigen; denn ich bin dein Knecht.

Der 144. Pfalm. Danksagung und Gebet für erhalte­

nen und noch künftigen Sieg. 1. Ein

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