Pf. 137. 138. 139. Feinden, denn seine Güte währet ewiglich.
25. Der allem Fleisch Speise gibt, denn seine Güte währet ewiglich.
26. Danket dem Gott vom Himmel, denn seine Güte währet ewiglich. Der 137. Pfalm. Der gefangenen Juden Jammerlied.
1. An den Wassern zu Babel saßen wir, und weineten, wenn wir an Zion gedachten.
Der Psalter.
2. Unsere Harfen hingen wir an die Weiden, die darinnen sind.
113. Denn daselbst hießzen uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen fröhlich seyn: Lieber, finget uns ein Lied von Zion.
4. Wie sollen wir des Herrn Lied fingen im fremden Lande?
5. Vergeffe ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen.
6. Meine Zunge müsse an meinem Gaumen kleben, wo ich deiner nicht gedenke, wo ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude seyn.
7. Herr, gedenke der Kinder Edoms am Tage Jerusalems, die da sagen: Rein ab, rein ab, bis auf ihren Boden.
8. Du verstörte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergilt, wie du uns gethan haft!
9. Wohl dem, der deine junge Kinder nimmt, und zerschmettert fie an den Stein!
Der 138. Pfalm. Danksagung für Gottes Güte. 1. Ein Pfalm Davids.
Ich danke dir von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen.
2. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel, und deinem Namen danken, um deine Güte und Treue; denn du haft deinen Namen über alles herrlich gemacht, durch dein Wort.
3. Wenn ich dich anrufe, so erhöre mich, und gib meinerSeele große Kraft.
4. Es danken dir, Herr, alle Könige auf Erden, daß sie hören das Wort deines Mundes,
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5. Und fingen auf den Wegen des Herrn, daß die Ehre des Herrn groß sey. 6. Denn der Herr ist hoch, und siehet auf das Niedrige, und kennet den Stolzen von ferne.
7. Wenn ich mitten in der Angst wandele, so erquickst du mich, und streckest deine Hand über den Zorn meiner Feinde, und hilfst mir mit deiner Rechten.
8. Der Herr wird es ein Ende machen, um meinetwillen. Herr, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.
Der 139. Pfalm. Von Gottes Vorsehung, Allmacht und Allgegenwart.
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Herr, du erforschefst mich, und kennest mich.
2. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehest meine Gedanken von ferne.
3. Ich gehe oder liege, so bist du um mich, und sieheft alle meine Wege. 4. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wissest.
5. Du schaffest es, was ich vor oder hernach thue, und hältst deine Hand über mir.
6. Solches Erkenntniß ist mir zu wunderlich und zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
7. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist? und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht?
8. Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mir in die Hölle, fiehe, so bist du auch da.
9. Nähme ich Flügel der Morgenröthe, und bliebe am äußersten Meer; 10. So würde mich doch deine Hand daselbst führen, und deine Rechte mich halten.
11. Spräche ich: Finsterniß möge mich decken; so muß die Nacht auch Licht um mich seyn.
12. Denn auch Finsterniß nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet
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