Der Psalter.
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85. Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz.
86. Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Zügen; hilf mir.
87. Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht.
88. Erquice mich durch deine Gnade, daß ich halte die Zeugniſse deines Mundes.
89. Herr, dein Wort bleibet ewig lich, so weit der Himmel ist;
90. Deine Wahrheit währet für und für. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibet stehen.
91. Es bleibet täglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen.
92. Wo dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend.
93. Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen, denn du erquickest mich damit.
94. Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle. 95. Die Gottlosen warten auf mich, daß sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse.
96. Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen, aber dein Gebot währet.
97. Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich rede ich davon.
98. Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz.
99. Ich bin gelehrter, denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse find meine Rede.
100. Ich bin flüger, denn die Alten; denn ich halte deine Befehle.
101. Ich wehre meinem Fuße alle böse Wege, daß ich dein Wort halte. 102. Ich weiche nicht von deinen Rechten, denn du lehrest mich.
103. Dein Wort ist meinem Munde süßer denn Honig.
104. Dein Wort macht mich klug; darum hafse ich alle falsche Wege. 105. Dein Wort ist meines Fußes
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Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
106. Ich schwöre, und will es halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will.
107. Ich bin sehr gedemüthiget; Herr, erquicke mich nach deinem Wort. 108. Lag dir gefallen, Herr, das willige Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Rechte.
109. Ich trage meine Seele im mer in meinen Händen, und ich vergesse deines Gesetzes nicht.
110. Die Gottlosen legen mir Stricke; ich aber irre nicht von deinem Befehl.
111. Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe, denn sie sind meines Herzens Wonne.
112. Ich' neige mein Herz, zu thun nach deinen Rechten immer und ewiglich.
113. Ich haffe die Flattergeister, und liebe dein Gefeß.
114. Dur bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort. 115. Weichet von mir, ihr Boshaftigen; ich will halten die Gebote meines Gottes.
116. Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laß mich nicht zu Schanden werden über meiner Hoffnung.
117. Stärke mich, daß ich genese; so will ich stets meine Lust haben an deinen Rechten.
118. Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen; denn ihre Trügerei ist eitel Lügen.
119. Du wirfft alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse.
120. Jch fürchte mich vor dir, daß mir die Haut schauert, und entfeße mich vor deinen Rechten.
121. Ich halte über dem Recht und Gerechtigkeit; übergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt thun.
122. Vertritt du deinen Knecht, und tröste ihn, daß mir die Stolzen nicht Gewalt thun.
123. Meine


