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Mühlhäusisches Gesangbuch : [nebst] Die sonn- und festtägigen Episteln und Evangelien
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Pi. 119.

47. Und habe Luft an deinen Ge­boten, und sind mir lieb,

48. und hebe meine Hände auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.

49. Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich läsfest hoffen.

50. Das ist mein Trost in mei­nem Elend; denn dein Wort er­quicket mich.

51. Die Stolzen haben ihren Spott an mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz.

52. Herr, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet haſt, so werde ich getröſtet.

Der Psalter.

53. Ich bin entbrannt über die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. 54. Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt.

55. Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen, und halte dein Gesetz.

56. Das ist mein Schaß, daß ich deine Befehle halte.

57. Ich habe gesagt: Herr, das soll mein Erbe seyn, daß ich deine Wege halte.

58. Ich flehe vor deinem Angesicht von ganzem Herzen; sey mir gnädig nach deinem Wort.

59. Jch betrachte meine Wege, und kehre meine Füße zu deinen Zeugnissen. 60. Ich eile, und säume mich nicht, zu halten deine Gebote.

61. Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Ge­feges nicht.

62. Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken für die Rechte deiner Gerechtigkeit.

63. Ich halte mich zu denen, die dich fürchten, und deine Befehle halten. 64. Herr, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Rechte.

65. Du thuft Gutes deinem Knechte, Herr, nach deinem Wort.

66. Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntniß; denn ich glaube deinen Geboten.

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67. Che ich gedemüthiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort.

68. Du bist gütig und freundlich; nich deine Rechte.

69. Die Stolzen erdichten Lügen über mich; ich aber halte von gan­zem Herzen deine Befehle.

70. Ihr Herz ist dick wie Schmeer; ich aber habe Lust an deinem Gefeß. 71. Es ist mir lieb, daß du mich gedemüthiget hast, daß ich deine Rechte lerne.

72. Das Gesetz deines Mundes iſt mir lieber, denn viel tausend Stück Gold und Silber.

73. Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, daß ich deine Gebote lerne.

74. Die dich fürchten, sehen mich, und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort.

( 75. Herr, ich weiß, daß deine Ge­richte recht sind, und hast mich treu­lich gedemüthiget.

76. Deine Gnade müsse mein Trost seyn, wie du deinem Knecht zuge­fagt hast.

77. Laß mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe; denn ich habe Lust zu deinem Gefeßz.

78. Ach! daß die Stolzen müßten zu Schanden werden, die mich mit Lügen niederdrücken; ich aber rede von deinem Befehl.

79. Ach! daß sich müßten zu mir halten, die dich fürchten, und deine Zeugnisse kennen.

80. Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, daß ich nicht zu Schanden werde.

81. Meine Seele verlanget nach dei­nem Heil, ich hoffe auf dein Wort. 82. Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort, und sagen: Wenn tröstest du mich?

83. Denn ich bin wie eine Haut im Rauch, deine Rechte vergeffe ich nicht. 84. Wie lange soll dein Knecht warten? Wenn willst du Gericht halten über meine Verfolger?

85. Die