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Mühlhäusisches Gesangbuch : [nebst] Die sonn- und festtägigen Episteln und Evangelien
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Der Pfalter.

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in ungebahntem Wege, und fanden teine Stadt, da sie wohnen konnten, 5. Hungrig und durstig, und ihre Seele verschmachtet;

6. Und sie zum Herrn riefen in ihrer Noth, und er sie errettete aus ihren Nengsten,

7. Und führte sie einen richtigen Weg, daß sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten:

8. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut,

9. Daß er sättiget die durstige Seele und füllet die hungrige Seele

mit Gutem.

10. Die da sizen mußten in Fin­sterniß und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen,

11. Darum, daß sie Gottes Ge­boten ungehorsam gewesen waren, und das Gesetz des Herrn geschändet hatten;

12. Darum mußte ihr Herz mit Unglück geplaget werden, daß sie da lagen, und ihnen niemand half;

13. Und sie zum Herrn riefen in ihrer Noth, und er ihnen half aus ihren Nengsten,

14. Und sie aus der Finsterniß bund Dunkel führete, und ihre Bande erriß:

15. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut, 16. Daß er zerbricht eherne Thü­ren, und zerschlägt eiserne Riegel.

17. Die Narren, so geplaget wa­ren um ihrer Uebertretung willen, und um ihrer Sünde willen,

18. Daß ihnen ekelte vor aller Speise, und wurden todtkrank;

19. Und sie zum Herrn riefen in ihrer Noth und er ihnen half aus ihren Nengsten;

20. Er fandte sein Wort, und machte sie gesund, und errettete fie, daß sie nicht starben:

21. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte, und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut,

Pf. 107.

22. Und Dank opfern und erzäh­len seine Werke mit Freuden.

23. Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren, und trieben ihren Han­del in großen Wassern;

24. Die des Herrn Werke erfahren haben, und seine Wunder im Meer,

25. Wenn er sprach, und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhob,

26. Und sie gen Himmel fuhren, und in den Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte,

27. Daß sie taumelten und wank­ten, wie ein Trunkener, und wußten keinen Rath mehr;

28. Und sie zum Herrn schrieen in ihrer Noth, und er sie aus ihren Nengsten führte,

29. Und stillte das Ungewitter, daß die Wellen sich legten;

30. Und sie froh wurden, daß es stille geworden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch:

31. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut,

32. Und ihn bei der Gemeine prei fen, und bei den Alten rühmen.

33. Die, welchen ihre Bäche- ver­trocknet, und die Wasserquellen ver­fieget waren,

34. Daß ein fruchtbares Land nichts trug, um der Bosheit willen derer, die darinnen wohneten;

35. Und er das Trockne wiederum wafferreich machte, und im dürren Lande Wafferquellen;

36. Und die Hungrigen dahin ge setzt hat, daß sie eine Stadt zurich­teten, da sie wohnen könnten,

37. Und Necker besäen, und Wein­berge pflanzen möchten, und die jährlichen Früchte friegten;

38. Und er sie segnete, daß ste sich fast mehrten, und ihnen viel Bieh gab.

39. Die, welche niedergedrückt und geschwächt waren von dem Bösen, der sie gezwungen und gedrungen hatte;

40. Da