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Die Wege des Heils : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch / von Karl Heinrich Seibt. Neu bearb. von Joseph Fleißner, Stadtpfarrer am Bürgerspitale in Salzburg
Entstehung
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Vom Aufstchen.

jenige, was man zu thun Willens ist, Gott nicht miß­fallen, sondern angenehm sein werde.

Es wird überdieß erfordert, daß man alle seine Hand­lungen mit dem Geiste und den Empfindungen, welche der Glaube einflößt, verrichte, sie mit Gebet verbinde und auf fie ale jene Aufmerksamkeit verwende, welche fähig ist, den­selben das Gepräge christlicher Handlungen zu geben.

Vom Aufstehen.

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rwachest du, so richte deine ersten Gedanken und die erste Bewegung des Herzens auf Gott. Danke ihm, daß er dich einen neuen Tag hat erleben lassen. Bitte um seinen Beistand, diesen Tag zu seiner Ehre und zum Nutzen eines Heiles anzuwenden, und waffne dich durch das Zeichen des heiligen Kreuzes im Voraus gegen die Versuchungen, von welchen du diesen Tag etwa an­gefallen werden könntest.

Wirst du durch irgend eine Ursache genöthiget, noch eine Weile im Bette zuzubringen, so hüte dich, daß deine Gedanken( wie es schr leicht ist), gleich auf eitle Dinge ver­fallen, sondern beschäftige dich mit besseren Vorstellungen, erfülle dein Herz mit heiligen Empfindungen der Anbetung Gottes, des Dankes, der Sorge für deine Seele, um dich dadurch zu einem gesammelten und würdigen Morgengebete vorzubereiten; denn wie der Anfang des Tages beschaffen ist, so wird auch unsere Aufführung des ganzen Tages be­schaffen sein. Nehme dir vor, zu einer gewissen Stunde aufzustehen; und dann thue es, ohne dich von deiner Weich­lichkeit abhalten zu lassen. Ein guter Christ muß keine Ge­legenheit, so unbedeutend sie auch scheinen fönnte, unbenützt lassen, sich in Ueberwindung seiner selbst zu üben. Durch oft wiederholte Steine Ueberwindungen werden wir zu gri­Beren geschickt habe.

Kleide dich chrbar an, und erinnere dich dabei, daß der Mensch nur darum der Kleider bedürfe, weil sein Stamm­vater Adam sündigte, um nämlich seine Schande zu bedecken. Fühle überdieß ein Verlangen, mit dem neuen Menschen angethan zu werden, welcher in der Heiligkeit und Gerech­