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Die Wege des Heils : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch / von Karl Heinrich Seibt. Neu bearb. von Joseph Fleißner, Stadtpfarrer am Bürgerspitale in Salzburg
Entstehung
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Vorrede.­

ie Speise und Trank zur natürlichen Erhaltung des leib­lichen Lebens nothwendig sind, ebenso und noch mehr noth­wendig ist das Gebet, um das ewige Leben und die Mittel zur Erlangung desselben zu erringen. Dieß weiß jeder wohlunterrichtete, gläubig fromme Christ, und ist auch schon auf den ersten Blättern dieses Gebetbuches eines Nähern erörtert. Eben darum gibt es auch eine so große Anzahl christkatholischer Gebetbücher, und es sind auch der in ächt christkatholischem Geiste abgefaßten Gebetbücher gewiß nie zu viel, weil man in jedem Stande ohne Unterschied, ob gelehrt cder ungelehrt, ob reich oder arm, in der Jugend wie im Alter, im Glücke wie im Unglücke, in gesunden wie in franken Tagen und selbſt sterbend noch beten, und nicht bloß an Sonn- und Feiertagen und in heiligen Zeiten, sondern täglich in Chrifto in Vereinigung mit Gott leben, also wie eben Christus selbst sagt, unaufhörlich beten soll. So vielfacher Gebetspflicht und so verschiedenartigen Lebensverhältnissen und Bedürfnissen gegenüber können aber nur viele und verschiedenartig abgefaßte Gebetbücher genügen.

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Dieß waren die Beweggründe, ungeachtet der bereits vorhandenen großen Anzahl guter katholischer Gebet- und Erbauungsbücher, doch auch noch eine neue Auflage des Lehr- und Gebetbuches des sel. Karl Heinrich Seibt, weiland Theologie- Professors der ehemaligen Uni­versität Salzburg zu veranlassen, weil es eben auch in ächt katho, lischem Geiste abgefaßt ist, und richt bloß die kräftigsten, gehaltvollsten Gebete enthält, sondern auch insbesondere eine Fülle von christlichen Lehren und Betrachtungen, die so ganz geeignet sind, den Christen mit Hülfe der Gnade Gettes zu befähigen, mit Verstand und Herz beten.- Da man aber einige Parthien desselben, wie z. B. die Belehrungen und Gebete für das tägliche Leben, für einz Ine Etinde, für die hei­ligen Zeiten und Feste minder ausführlich behandelt fand, so versuchte 1*