Am 13. Sonntage nach Trinitatis.
nahm ihn von dem Volk beson| ni prebiset, Klarheit hat, vielbers, und legte ihm die Finger mehr hat das Amt, das die Gein die Ohren, und spüßzete, und rechtigteit prediget, überschwengrübrete seine Zunge, und sahe liche Klarheit. auf gen Himmel, fenfzete, und sprach zu ihm: Hephata! bas ist, thue dich auf. Und alsbald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es nie. mand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten, und verwunderten sich über die Maaße und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.
Epistel, 2. Cor. 3, v. 4-9. Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns ſelber, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott; welcher uns auch tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe töbtet, aber der Geist macht leben dig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben tödtet, und in tie Steine ist gebildet, Klarbeit hatte, also daß die Kinder Israel nicht fonnten ansehen das Angesicht Mofe um der Klarheit willen seines Angesichts, die doch aufhöret: wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verbamm
Evangel. am 13. Sonut. nach Trinit., Luc. 10, v. 23-37.
Und er wandte sich zu ſeinen Jüngern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet. Denn ich faze euch: Viel Propheten und Könige wollten sehen, das ihr jehet, und habens nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und babens nicht geböret. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er sprach zu ihm: Wie stehet im Gefer geschrieben? Wie liefeſt du? Er antwortete und sprach: Du sollt Gott, deinen Herrr, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüthe und deinen Nächsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du haft recht geantwortet. Thue das, so wirst tu leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus, und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jeriche, und fiel unter die Mörder, bie zogen ihn aus und sölugen ihn und gingen davon und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinab


