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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
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Am 4. Sonntage nach Trinitatis.

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eure Sorgen werfet auf ihn, denn er forget für euch. Sehb nüchtern und wacket, denn euer Wider­facher, der Teufel, gehet umher wie ein brüllender Löwe und suchet, welchen er verschlinge; dem widerstehet fest im Glauben und wisset, daß eben dieselbigen Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, berselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, fräftigen, gründen. Demselben sey Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Evangel. am 4. Sonnt. nach Trinit., Luc. 6, v. 36-42.

Darum feyd barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdam­met. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, ge­rüttelt und überflüssia Maaß wird man in euren Schoos geben; denn eben mit dem Maaß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch

ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht Beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinen Viei­ster; wenn der Jünger ist wie sein Veister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Split ter in deines Brubers Auge und

des Balkens in beinem Auge wirst du nicht gewahr? Ober, wie fannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen und du siehest selbst nicht den Balken in beinem Auge? Du Heuchler, ziehe zuvor den Balfen aus deinem Auge und besiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.

Epistel, Röm. 8, v. 18-23. Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Rerden der Herrlichkeit nicht werth sey, die an uns soll offenbaret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Gintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitel feit ohne ihren Willen, sondern um deßwillen, der sie unterwor fen hat auf Hoffnung. Denn auch die sereatur frei werden wird von dem Dienst des ver­gänglichen Wesens zu der herr­lichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Krea­tur sebnet sich mit uns, und äng stet sich noch immerbar. Nicht allein aber fie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlösung.

Evangel. am 5. Sonnt. nach Trinit., Luc. 5, v. 1-11.

Es begab sich aber, da sich das Volk zu istm brang, zu hören das Wort Gottes und er stand am