16
Erster Theil.
Vom Wesen Gottes
2. Du wohnst im Licht, dazu| mich dein Wort gelehrt, gekein Mensch kann kommen. Was glaubt, gefolgt und treu dich ists, das wir von deinem Ruhm hier verehrt. vernommen? Ach! nur ein Theil von jener Majestät, die über alles dich, o Gott, erhöht.
-
3. Dein ewges Sein, dein ganz vollkommnes Wesen, das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Verstand; von Engeln selbst wirst du nie ganz erkannt.
8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle; zufrieden sei, wie du mich hier regierst, bis du mich einft zu deinem Himmel führst.
9. Dann werd ich dich in hellerm Lichte sehen, und froh in dir, dein ewig Lob erhöhen. Herr, du bist groß und zeigst 4. Wie sollt ich denn, ich es mit der That, unendlich Staub, mich unterwinden, Un- groß an Huld, an Macht und endlicher, dich völlig zu ergrün- Rath.
den? D, mache mich von solchem
Dünfel
mir dein Wort
des Glaubens Nichtschnur ſei. 17. Gott, mache du mich
5. Mein eigner Geist kann sich leicht hintergehen. Dein Wort ist wahr; es bleibet ewig E stehen. Erforsch ich gleich dein ewig Wesen nicht, so gnüge mir davon dein Unterricht.
6. Von dir, durch dich, zu dir sind alle Dinge. Gib, daß ich dir, mich selbst zum Opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die Welt regierst; so sei mirs gnug, daß du mich selig führst.
7.( Einst wirst du dich mir näher offenbaren. Einst werd ich mehr von deinem Rath er fahren; wenn ich nur dem, was
selbst bereit vor deinen Thron zu
treten, und deine große Herr
lichkeit voll Ehrfurcht anzubeten.
Laß, Herr, vor deinem Angesicht
mein Herz sich deiner freuen, und
einen Strahl von deinem Licht z
die Finsterniß zerstreuen, die
mich hier noch umgiebet.


