des Leidens und Todes Jesu Christi.
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daß das Wort erfüllet würde, welches er fagte: Sch habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast. Und Judas nahete sich zu Jesu, ihn zu küssen, und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbi! und küssete ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund! warum bist du kommen? Juda! verräthst du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Da traten fie hinzu, und legten die Häude an Jesum, und griffen ihn.
Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr! sollen wir mit dem Schwerdt drein schlagen? Da hatte Simon Petrus ein Schwerdt, und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht, und hieb ihm sein recht Chr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset' sie doch so ferne machen. Und zu Petro: Stecke dein Schwerdt in die Scheide; denn wer das Schwerdt nimmt, der soll durch das Schwerdt umkommen. Oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also geschehen. Und er rührete sein Ohr an, und heilete ihn.
Zu der Stunde sprach Jesus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels, und die Aéltesten, die über ihn kommen waren: Jhr seid, als zu einem Mörder, mit Schwerdten und mit Stangen ausgegangen mich zu fahen; bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehret. im Tempel, und ihr habet keine Hand an mich geleget. Aber dies ist eure Stunde, und die Macht der Finsterniß, auf daß die Schrift erfüllet werde. Da verließen ihn alle Jünger, und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand gekleidet auf der bloßen Haut, und die Jünglinge griffen ihn, er aber ließ den Leinwand fahren, und flohe bloß von ihnen.
2. Abtheilung.
Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gerichte.
Die ie Schaar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Ju
den nahmen Jesum, und bunden ihn, führeten ihn aufs erste zu Hannas, der war Gaiphas Schwäher, welcher des Jahrs Hoherprieſter war. Es war aber Caiphas, der den Juden rieth, es wäre gut, daß ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Und führeten ihn zu dem Hohenpriester Caiphas, dahin alle Hohenpriester und Aeltesten sich versammelt hatten.
Simon Petrus aber folgete Jesu von ferne, und ein anderer Jünger, bis an den Palast des Hohenpriesters. Derselbe Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast. Petrus aber stund draußen vor der Thür. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, und redete mit der Thürhüterin, und führete Petrum hinein. Es stunden aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlfeuer gemacht, danieden mitten im Palast: denn es war kalt, und wärmeten sich. Petrus aber stund bei ihnen, und wärmete sich, auf daß er sähe, wo es hinans wollte.
Über der Hohenpriester fragte Jesum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt,


