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Beicht- und Abendmahls-Buch / hrsg. und verlegt von dem Haupt-Verein für christliche Erbauungsschriften
Entstehung
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sondern sie ist das Wasser, in Gottes Gebot gefaffet und mit Gottes Wort verbunden. Sie wirket Ver= gebung der Sünden, erlöset vom Tode und Teufel und giebt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten."

So ist es auch mit dem heiligen Abendmahle. Wenn wir wären, wie die Geister der vollendeten Ge­rechten im Himmel, so würde Gott freilich nicht nöthig haben, durch solche äußerliche Zeichen mit uns zu handeln, wenn er uns seine Gnadengüter mit­theilen will. So lange wir aber in diesem armen, sterblichen Leibe wohnen, muß sich unser Gott liebreich und gnädig zu uns, seinen armen Kindern, Herab­lassen. Darum verordnet er uns, Brot und Wein zu essen und zu trinken. Daran sollen wir unsern. Glauben gleichsam binden und dabei zugleich gedenken, daß uns in, mit und unter dem Brot und Wein der Leib und das Blut Jesu Christi wahrhaftig mit getheilt und eine unaussprechliche Gnade geschenkt wird. Wie das zugeht, wissen wir nicht. Er sagt: Das ist mein Leib, das ist mein Blut. Und mehr hat es ihm nicht gefallen zu sagen.

Es giebt ja auch manch Ding, das uns der Herr in seinem Worte geoffenbaret hat, das wir auch fröh­lich und zuversichtlich glauben und dennoch nicht fassen noch verstehen. Ich glaube, daß ein einiger Gott iſt in drei Personen, Bater, Sohn und heiliger Geist; aber begreifen kann ich es nicht. Ich glaube, daß Gott die Welt aus nichts geschaffen hat; aber be­greifen fann ich es nicht. Ich glaube, daß Gottes Sohn Mensch geworden ist; aber begreifen kann ich