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Beicht- und Abendmahls-Buch / hrsg. und verlegt von dem Haupt-Verein für christliche Erbauungsschriften
Entstehung
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Der Stifter des heiligen Abendmahls ist also Jesus Christus, mein hochgelobter Heiland. Er hat es eingesetzet in der Nacht, da er verrathen ward, da sein großes Leiden anging und er den bittern Tod auf sich nehmen wollte für alle unsere Sünden. Ehe er aber in den Tod ging, wollte er seinen Kindern noch vorher eine reiche Erbschaft vermachen, damit sie seiner in rechter Liebe gedenken und ihn für einen gütigen und liebreichen Vater halten sollten. Er ist der Erblasser, wir sind die Erben, die heiligen Apoſtel sind die Zeugen dieses seines Testamentes, Brot und Wein sind das Siegel, und die Bestätigung deſselben ist sein Tod am Kreuz auf Golgatha.

Das, was uns der Herr Jesus im heiligen Abend­mahle vermacht hat, ist sein Leib und sein Blut. Denn er spricht, indem er seinen Jüngern das Brot giebt: Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird"; und als er den Kelch nimmt, spricht er: ,, Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird." Das sind Testaments­worte. Nun verachtet man eines Menschen Testa­ment nicht, wenn es bestätiget ist, und thut auch nichts dazu( Gal. 3, 15). Darum müssen auch die Testa­mentsworte des Herrn Jesu so genommen und so ver­standen werden, wie sie dastehen. Hätte der Herr etwas anderes gemeint, als was diese klaren Worte fagen, so hätte er auch etwas anderes gesagt. Darum bleibt der Glaube in einfältigem Gehorsam bei den Worten: Mein Leib, mein Blut. Darum bekennt die Kirche des Herrn auf die Frage: Was ist das Sa­crament des Altars? Es ist der wahre Leib und Blut