IV
Dem Herrn sei Preis und Dank, der es an Kraft und Gnade, an Tröstung und Erquickung bei der Arbeit nicht hat fehlen lassen. Das kleine Büchlein ist nun fertig. Es will, wie jene kleine Dirne aus Israel( 2. Kön. 5, 2 ff.), die armen Sünder zu dem Heilande ihrer Seelen weisen und sie zu einer würdigen und gesegneten Feier seines hochheiligen Sacramentes vorbereiten. Das beste an dem Büchlein sind die Gedanken, Gebete und Lieder der lieben Alten, die ich fleißig benußt habe. Auch aus den neuen Communionbüchern habe ich genommen, was ich gebrauchen konnte, und ich hoffe, das wird mir Niemand übel deuten. Was ich aber selber verfaßt und geschrieben habe, das wolle der liebe Leser mit freundlicher Geduld und Nachsicht annehmen.
Das Beste aber muß der Herr in Gnaden selber thun. Er, der da gesagt hat: ,, Du sollst den Kleinen hören, wie den Großen!" er drücke diesem kleinen und geringen Büchlein sein Gnadensiegel auf und lasse das, was in Armuth und Schwachheit gegeben wird, auch mit zu seinem Lobe und zum Dienste seiner heiligen Kirche gereichen! Er schaffe, daß es Niemandem mit Grund ein Aergerniß oder Anstoß gebe, aber recht vielen Herzen zur Erbauung und Belehrung, zur Mahnung und Warnung, zum Troste und zur Erquicung dienen möge! Das walte in Gnaden der barmherzige Heiland, der uns alle durch sein heilig theures Blut und durch sein bitteres Leiden und Sterben von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels erlöset hat. Er segne allen, die dieses Büchlein mit Andacht gebrauchen, und auch mir, seinem armen Knechte, sein hochheiliges Abendmahl je mehr und mehr, und helfe uns allen aus Gnaden, daß wir dereinst bei dem seligen Hochzeitsmahl des Lammes ihm das Gloria und Halleluja im höhern Chor singen können. Diesem unsern gnädigen und barmherzigen Heilande sammt dem Vater und dem heiligen Geiste sei Lob, Preis und Ehre von nun an bis in Ewigkeit! Amen.
Am ersten Mittwoch in den heiligen Fasten. 1859.
W. Ziethe.


