Borwort.
Die Zahl der Communionbücher ist in der Kirche des Herrn so groß und reich, daß kein geringer Muth dazu gehört, ſie durch ein neues zu vermehren. Dabei sind viele unter ihnen, alte und neue, so vortrefflich und hoch bewährt, daß sie von diesem kleinen und geringen Büchlein nicht ersetzt oder erreicht werden können. Und doch hat der Verfasser dieses geringen Werkes einen oft und tief gefühlten Mangel im Auge gehabt und mit seinem Büchlein demselben abhelfen wollen. Es wird noch immer und mit Recht geklagt, daß unter so vielen Communionbüchern doch kaum ein einziges zu finden ist, das, seinem Inhalte nach vollständig, in seiner Sprache schlicht und einfach, und nebenbei auch wohlfei genug ist, um auch in den Hütten der ärmeren Brüder gekauft, gelesen und verstanden zu werden. Dieser Mangel hat das kleine Büchlein hervorgerufen. Dabei muß ich aber vor allen Dingen ein doppeltes Bekenntniß ablegen. Einmal, ich habe mich zu dieser Arbeit nicht gedrängt, sondern bin erst nach vielfacher Aufforderung und unter großen und schweren Bedenklichkeiten daran gegangen. Auch ist mir oftmals während meiner Arbeit der Muth entfallen, und ich hätte die Feder wieder aus der Hand gelegt, wenn nicht so manche herzliche und freundliche Ermunterung sie mir dann wieder in die Hand gedrückt hätte. Sodann will ich mich durchaus nicht rühmen, durch mein Büchlein jenem Mangel nun auch wirklich abgeholfen zu haben. Wer es versucht hat, der weiß am besten, wie schwer es ist, von solch einem hohen und herrlichen Geheimniß, als das heilige Abendmahl ist, ganz klar, schlicht und einfach zu reden. Auch der Beste muß mit Moje tlagen: Ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge." Ich will nur die Versicherung geben, daß ich es ernstlich versucht und den Gott, von dem alle gute und vollkommene Gabe kommt, um seinen gnädigen Beistand dabei täglich und reichlich angerufen habe.


