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Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauche beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; [nebst] Lieder-Anhang zum Osnabrücker Landgesangbuch [und] Gebete [und] Die Episteln und Evangelia [...]
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Jesu Christi.

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und die Gräber thaten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heili­gen, die da schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Aufer­stehung, und kamen in die heilige Stadt und erschienen Vielen.

Aber der Hauptmann, der dabei stand, ihm gegenüber, und die bei ihm waren, und bewahrten Jesum, da sie sahen, daß er mit solchem Geschrei verschied, und sahen das Erdbeben, und was da geschah, er­schraken sie sehr, und preiseten Gott, und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen. Und alles Volk, das dabei war und zusahe, da sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust, und wandten wieder um. Es standen aber alle seine Ver­wandten von ferne, und viele Weiber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolget, unter welchen war Maria Magdalena, und Maria, des kleinen Jacobs und Joses Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder Zebedäi, und viele Andere, die mit hinauf gen Jerusalem ge­gangen waren, und hatten ihm gedienet, und sahen das Alles.

Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leich­name am Kreuze blieben den Sabbath über( denn desselbigen Sabbaths Tag war groß), baten fie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen, und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem Ersten die Beine, und dem Andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, bra­chen sie ihm die Beine nicht; sondern der Kriegsknechte Einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugniß ist wahr, und derselbe weiß, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet; denn Solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.

Fünfte Abtheilung.

21. Das Begräbniß Jeſu.

Darnach, am Abend, weil es der Rüsttag war, welcher ist der Vor­sabbath, kam ein reicher Mann von Arimathia, der Stadt der Juden, mit Namen Joseph, der war ein Rathsherr, ein guter, frommer Mann, welcher auch auf das Reich Gottes wartete; der hatte nicht gewilliget in ihren Rath und Handel; denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden. Der wagte es und ging zu Pilato, und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jeju. Pilatus aber verwun­derte sich, daß er schon todt war, und rief den Hauptmann, und fragte ihn: ob er längst gestorben wäre? Und als er es erkundet von dem Hauptmann, befahl er, man sollte Joseph den Leichnam Jesu geben.

Und Joseph kaufte eine Leinwand. Es kam aber Nicodemus, der vormals bei der Nacht zu Jeju gekommen war, und brachte Myrrhen und Alden unter einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu, und wickelten ihn in eine reine Leinwand, und banden ihn in leinene Tücher mit Specereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuziget ward, ein Garten, und in dem Garten ein neues Grab. Das war Josephs, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen, in welches Niemand je gelegt war. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rüsttages willen der Juden, dieweil der

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