Jesu Christi.
57
Siehe, jetzt habet ihr seine Gotteslästerung gehöret. Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle, und sprachen: Er ist des Todes schuldig.
5. Mißhandlung Jesu von der Wache.
Die Männer aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn, und speieten aus in sein Angesicht, und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber verdeckten ihn, und schlugen ihn ins Angesicht( besonders die Knechte), und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug? Und viele andere Lästerung sagten sie wider ihn.
6. Verleugnung Petri.
Simon Petrus aber war( wie oben erwähnet worden) draußen im Palast; da kam des Hohenpriesters Mägde Eine, die Thürhüterin; und und da sie Petrum unter den Knechten bei dem Feuer sahe, schauete fie ihn an, und sprach zu ihm: Und du warest auch mit dem Jesu aus Galiläa. Er aber verleugnete vor ihnen Allen und sprach: Weib! ich bin's nicht, ich kenne ihn nicht, ich weiß auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähete. Und als er zur Thür hinaus ging, jahe ihn nebst der vorigen eine andere Magd, die sprachen zu denen, die dabei standen: Dieser war auch mit dem Jesu von Nazareth. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger Einer? Und ein Anderer sprach: Du bist auch der Einer. Und er leugnete abermal, und sprach: Mensch, ich bin's nicht, und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht. Und über eine kleine Weile, bei einer Stunde, bekräftigte es ein Anderer, mit denen, die dabei standen, und sprachen: Wahrlich, du bist auch der Einer; denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verräth dich. Spricht des Hohenpriesters Knechte Einer, ein Gefreundter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fing er an sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr faget. Und alsbald, da er noch redete, krähete der Hahn zum andern Mal. Und der Herr wandte sich um und sahe Petrum an. Da gedachte Petrus an das Wort Jesu, das er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus, und weinte bitterlich.
7. Bestätigung des Todesurtheils über Jesum.
Des Morgens aber versammelten sich alle Hohenpriester, Schriftgelehrten und die Weltesten des Volks, darzu der ganze Rath, und hielten einen Rath über Jesum, daß sie ihn tödteten. Und führeten ihn hinauf vor ihren Rath, und sprachen: Bist du Christus? Sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt's; denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugniß? Wir haben's selber gehöret aus seinem Munde.


