aus der Natur und heiligen Schrift.
schenkt Rath, Trost und Unter-| womit stillt' ich mein Herz in richt.
trüben Trauertagen, wenn du mir nicht gesagt, wie ich zu meinem Wohl die väterliche Zucht ausstehn und nüßen soll?
2. Wie viel weiß ich von dir, von deinem Rath und Willen, und woher nehm' ich Kraft, was du willst, zu erfüllen, wenn du nicht selbst zuvor mich deinen Willen lehrst und, ihn mit Folgsamkeit zu
7. Herr bist du, und ich Knecht! Dürft' ich es dann wohl wagen und zu dir, meinem Herrn, vertraulich Vater thun, mir Kraft gewährst? sagen, wenn du nicht durch dein Wort dich gegen mich erklärt, daß du dem Vater seist, der kindlich dich verehrt?
3. Wie wüßt' ich von mir selbst, wozu du dieses Leben mir auf so turze Zeit, die schnell vergeht, gegeben, wenn du nicht durch dein Wort mir seinen wahren Werth, Zweck, Absicht und Gebrauch entdecket und erklärt?
4. Wie furchtbar wäre mir der Weg zu meinem Grabe, wie wüßt ich, was hernach ich zu erwarten habe, wenn über 9. Gott, welche Seligkeit Tod und Grab den Weg zu jener quillt mir aus dieser Quelle! Welt du mir nicht durch dein Wie stärket und erquickt dein Wort gezeigt und vorgestellt? Wort, Herr, meine Seele! Ge
leitet durch dies Licht, wall' ich auf ebner Bahn voll Muth und Freudigkeit zur Ewigkeit hinan.
5. Was kann bei meiner Schuld Gewißheit mir verschaffen, daß du dem Schuldner wirst verzeihen, ihn nicht strafen? Das, was tein Sterblicher mir fest versichern kann, das hast du selbst, o Gott, in deinem Wort gethan!
10. Dank sei dir, hoher Dank für deines Wortes Lehren, sie müsse, wer sie kennt, hochschätzen und verehren und, wer sie ehret, nicht ihr Hörer 6. Wenn du mich züchtigest, nur allein, vielmehr mit allem wie trostlos müßt' ich zagen? Fleiß ihr treuer Thäter sein.
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8. Dies Alles hast du uns, Gott, durch dein Wort gelehret, so huldreich hast du selbst dich gegen uns erkläret. Von dir belehrt, weiß ich, wie du gefinnet bist, was hier für mich zu thun, dort zu erwarten ist.
II.
Von Gottes Wesen und Eigenschaften.
Mel. Christ, unser Herr, zum 2c. voll Andacht und betrachte, wie 8.0 Gott in seinem Worte sich bemeine Seel', erhebe dich, kannt den Menschen machte,


