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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg
Entstehung
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Ewigkeit.

Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der zc.

591. Es ist noch eine Ruh' vorhanden; auf, müdes Herz, verzage nicht! Du seufzest hier in deinen Banden, und sehnest dich nach Trost und Licht. Sich auf das Lamm, das dort mit Freuden dich will vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Laft, ihm eile zu. Bald ist der schwere Lauf voll­endet, zum Sieg hat sich der Kampf gewendet, und du gehst ein zu deiner Ruh'.

2. Die Ruhe hat uns Gott erkoren, die nimmermehr ein Ende nimmt; sie war, eh' noch ein Mensch geboren, von seiner Liebe uns beſtimmt. Der Heiland wollt' am Kreuze sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; einladend ruft er weit und breit: Ihr müden und beladnen Seelen, es soll euch nicht an Ruhe fehlen; kommt, gehet ein zur Seligkeit!

3. Was mag doch einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wird jener nur ein Lager haben, auf dem er sänftlich ruhen kann, darf dieser nur sich

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niederseßen, an einem frischen

Trunk sich leßen, wie thut es ihnen herzlich wohl! Doch, das sind kurze Ruhestunden; einst kommt, wenn sie dahin geschwunden, die Ruh', die ewig währen soll.

4. Da werden Freuden­garben bringen, die Thränen­saat hier ausgestreut; da wer­den Jubellieder singen, die hier geseufzt in Traurigkeit; da werden Leid und Schmer­zen weichen, es wird kein Tod uns mehr erreichen, wenn uns das Vaterhaus umschließt; wir werden unsern König sehen; ja, was mag Großes dort geschehen, das hier uns noch verborgen ist!

5. Da ruhen wir im tief­sten Frieden und leben ewig sorgenlos. Ach, faffet doch das Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schooß. Ach, daß uns Flü­gel möchten tragen dorthin, wo nach der Wallfahrt Ta­gen schon unser harrt der Sel'gen Schaar! Hinauf, mein Geist, an ihren Freuden, an ihren Schäßen dich zu weiden!

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