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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst ] Gebete zur Hausandacht
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und Evangelien.

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das Geseß erworben würde, so würde es nicht durch die Verheißung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheißung frei geschenket. Was soll denn das Geset? Es ist dazu gekommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellet von dem Engel, durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines Einzigen Mittler, Gott aber ist einig. Wie? Jst denn das Gesetz wider Gottes Verheißung? Da sci ferne. Wenn aber ein Gefez ge­geben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Geset. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheißung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.

Evangelium: Luk. 10, b. 23-37.

esus wandte sich zu seinen Jüngern und sprach inson­

sehet. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, das ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und haben es nicht gehöret. Und siehe da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liefest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüthe und deinen Nächsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwor tet: thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich felbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesu und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder, die zogen ihn aus und schlu­gen ihn und gingen davon und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinab zog, und da er ihn sah, ging er vorüber. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Ein Sa­mariter aber reisete und kam dahin, und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wun

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