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Episteln
Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mofis, um der Klarheit willen seines Angesichts, die doch aufhöret; wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdamms niß prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das bie Gerechtigkeit prediget, überschwengliche Klarheit. Denn auch jenes Theil, das verkläret war, ist nicht für Klarheit zu achten gegen dieser überschwenglichen Klarheit. Denn jo das Klarheit hatte, das da aufhöret, vielmehr wird das Klarheit haben, daß da bleibet.
Evangelium: Marc. 7, v. 31-37.
Und nd da der Herr Jesus wieder ausging von den Grän zen Tyrus und Sydon, kam er an das Galiläische Meer, mitten unter die Gränze der zehn Städte. Und jie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volke besonders, und legte ihm die Finger in die Ohren und spüßete und rührete seine Zunge, und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephata, das ist: Thue dich auf, und alsbald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seine Zunge ward los, und er redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es Niemanden sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat Alles wohlgemacht, die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.
Am XIII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel: Galater 3, v. 15-22. Lieben Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden. Verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und thut auch Nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: Durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen; durch deinen Samen, welcher ist Christus. Jch sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt ist auf Chriftum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung sollte durchs Gefeß aufhören, welches gegeben ist über vier hundert und dreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch
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