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Schwarzburg-Rudolstädtisches Gesang-Buch für die öffentliche und häusliche Andacht : [nebst] Gebete ... [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonn- und Festtage des ganzen Jahres [und] Antiphonien
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Episteln und Evangelien.

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von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundete, ist auch schwanger mit einem Sohne in ihrem Alter; und gehet jetzt im sechsten Monate, die im Geschreie ist, daß sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du mir gesagt haft. Und der Engel schied von ihr.

Epistel am Tage Johannis des Täufers, Jes. 40, V. 1-5. euer

salem freundlich, und prediget

ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat. Denn ihre Missethat ist vergeben; denn sie hat zwei­fältiges empfangen von der Hand des Herrn, um alle ihre Sünde. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste. Bereitet dem Herrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserem Gott. Alle Thale sollen erhöhet werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was ungleich ist, soll eben, und was höckricht ist, soll schlecht werden. Denn die Herrlichkeit des Herrn soll offenbar werden, und alles Fleisch mit einander wird sehen, daß des Herrn Mund redet.

Evangelium, Luc. 1, v. 57-80.

Und nd Elisabeth kam ihre Zeit, daß sie gebären sollte; und sie ge=

bar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Gefreundeten höreten, daß der Herr große Barmherzigkeit an ihr gethan hatte, und freueten sich mit ihr. Und es begab sich am achten Tage, kamen sie zu beschneiden das Kindlein; und hießen es nach seinem Vater Zacharias. Aber seine Mutter antwortete und sprach: Mit nichten, sondern er soll Johannes heißen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft, der also heiße. Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn wollte heißen lassen. Und er forderte ein Täflein, schrieb und sprach: Er heißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle. Und alsobald ward sein Mund und seine Zunge aufgethan, und redete, und lobete Gott. Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn, und diese Geschichte ward allen ruch­bar auf dem ganzen jüdischen Gebirge. Und alle, die es hörten, nahmen es zu Herzen, und sprachen: Was, meinest du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistes voll, weis­sagete, und sprach: Gelobet sei der Herr, der Gott Jsraels, denn er hat besuchet und erlöset sein Volk. Und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heiles, in dem Hause seines Dieners Davids. Als er vor Zeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Pro­pheten. Daß er uns errettete von unseren Feinden, und von der Hand aller, die uns hassen; und die Barmherzigkeit erzeigte un­seren Vätern, und gedächte an seinen heiligen Bund, und an den Eid, den er geschworen hat unserem Vater Abraham, uns zu geben. Daß wir, erlöset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Höchsten heißen; du wirst vor dem Herrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntniß des Heiles gebeft seinem Volke, die da ist in Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, auf daß er erscheine denen, die da sizen in Finsterniß und