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Schwarzburg-Rudolstädtisches Gesang-Buch für die öffentliche und häusliche Andacht : [nebst] Gebete ... [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonn- und Festtage des ganzen Jahres [und] Antiphonien
Entstehung
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An Sonntagen.

5. D! wie viel Segen willst

du, Gott, mir schenken, wie 6.& heb'

6.

Schick­

huldreich meines Lebens sal lenken, wenn ich mit Eifer hier nach Wahrheit ringe und fie vollbringe!

6. Laß mich auch heute dieses Glück erfahren, und jede gute Rührung treu bewahren, laß immer weiser mich schon hier auf Erden und besser werden!

3. A. Cramer, verändert. Mel. O daß ich tausend Zungen 2c.

5. D ein Lob, o Gott, er­

tönen Lieder nicht in geweihten Hallen nur. Dich preist als Vater und Gebieter an allen Orten die Natur; dein Tempel ist die ganze Welt, die dein allmächt'ger Arm er­hält.

3 Mel. Komm' heiliger Geist, Herre zc.

Erheb' uns zu dir, du,

ist war sein wird, Ewiger! Du Uner­forschter und Bekannter! Du aller Himmel Erstaunen! Vor dem sein Knie der Cherub beugt, und nieder seine Krone wirft! O du, vor dem bald Sünder weinen, bald Lobge­fang zu stammeln wagen, Un­endlicher! Unendlicher!

2. Doch reichlich fließet uns dein Segen, der jedem from­men Beter lohnt, von deinem Thron auch hier entgegen, wo deines Namens Ehre wohnt, wo Greis und Jüngling, Mann und Kind zu deinem Ruhm ver­sammelt sind.

3. Wenn hier vereint in heil'gen Chören ein Lobgesang den andern hebt, und jedes Herz, dich zu verehren, erweckt zu gleicher Andacht strebt, wie stärket da, wie tröstet mich der heilige Gedank' an dich!

4. Enthülle dich aus deinem Worte, Gott, Allerheiligster, uns ganz! Nicht hier allein, an jedem Orte umstrahl' uns deines Lichtes Glanz, hier uns im Glauben dir zu weih'n, dein Tempel überall zu sein!

3. G. Pfranger.

2. Entreiß' uns der Welt, weck uns auf von unsrer Eitel­feiten Traum! Es ruh' auf uns des Sabbaths Stille, da­mit im Himmel wir wandeln; sei, wie du verheißen hast, O Versöhner, mitten unter uns; denn sieh', in deinem großen Namen sind wir versammelt, anzubeten, o du, der uns bei Gott vertritt!

3. Es fliehe von uns, was die Welt nur angeht, und nicht ewig ist! Zu klein sei hier im Heiligthume uns jeder Erden­gedanke! Hier fühle unser Herz es ganz, daß es im Staub' ein Fremdling ist! Laß, Herr, zu unserm Vaterland hinauf die hohe Seele steigen, hinauf zu Gott, hinauf zu Gott!

G. F. Kiopstock. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu zc.

7. ier sind wir, Gott, und Hier

fleh'n um Licht, ver­sage deinen Geist uns nicht, lehr' uns dein heilig Wort ver­steh'n und freudig deine Wege geh'n.

2. Daß wir im Glauben stark und frei von aller Sünd' und Heuchelei dir dienen unsre