A. Lieder an Sonn- und Festtagen und bei anderen feierlichen Beranlassungen.
I. Bum allgemeinen Gebrauche.
An Sonntagen.
Mel. Es ist das Heil uns kommen zc.
1. Dich ich beten, Gott, die
Himmel an, du Schöpfer aller Dinge, und ich darf auch zu dir mich nah'n; du hörst's, wenn ich dir finge. Du hörst es, wohnst du gleich im Licht, in das mein blödes Auge nicht vermag hinein zu schauen.
2. Wie fürchterlich ist deine Macht, wenn sie die Welt erschüttert! Die Sonne hüllet sich in Nacht, der ganze Erdkreis zittert. Doch mir willst du nicht schrecklich sein. Du willst, ich soll mich deiner freu'n und dich als Vater lieben.
3. O Vater, du erkennest mich, mein Dichten und mein Trachten. Sieh, wie so schwach ich bin, auf dich und deine Huld zu achten. Wie oft, wie oft entfernt mein Sinn sich, Gott, von dir, und neigt sich hin zur Eitelkeit der Erde!
4. Wie oft zerstreuen mich zu sehr nichtswürdige Geschäfte! Wie schwächet eitler Sorgen Heer oft meines Geistes Kräfte! Jetzt will ich frei und ruhig sein, dir diesen Tag der Ruhe weih'n, um meiner Pflicht zu denken.
5. Wenn deines Wortes Lehrer mir den Weg zum Himmel zeigen, laß meinen Geist empor zu dir in stiller Andacht steigen, damit zu edler Thätigfeit, für meines Lebens künft'ge Zeit, ich neue Kräfte sammle!
J. A. Cramer.
Mel. Herzliebster Jesu, was zc.
2. Dieß ist der Tag, zum
Segen eingeweihet; ihn feiert gern, wer deiner, Gott, sich freuet. D laß auch mich mit Freuden vor dich treten, dich anzubeten!
2. Dich rühmt der Lobgesang der Himmelsheere. Auch unser Tempel schallt von deiner Ehre, auch unser Dank und unsers Geistes Flehen soll dick erhöhen.
3. Wie freu' ich mich, da wo gerührt die Deinen anbe tend vor dir stehen, zu erscheinen, wo deine Menschen ihren Dank dir bringen, und dir lobsingen!
4. Mit Andacht will ich Höchster, zu dir treten; ich weiß, du liebst, die kindlich zu bir beten. Mit Freuden will ich, Vater, deine Lehren der Wahrheit hören.
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