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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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Dienstag nach dem 2. Advent.

Mel.: Helft mir Gottes Gütte preisen. Mal. Von Gothavill ich nicht

fasst

Ein Herz, das Demuth übet, Bei Gott am Höchsten steht. Ein Herz, das Hochmuth liebet Mit Angst zu Grunde geht; Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ.

( Vers 2 und 3 aus: Mit Ernst, o Menschenkinter.)

Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast, Macht Seine Steige richtig, Laßt Alles, was Er haft; Macht alle Bahnen recht, Die Thal laßt sein erhöhet; Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, gleich und schlecht.

1 Moj. 14, 18-24.

Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brod und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten. Und segnete ihn, und sprach: Gesegnet seieft du, Abram, dem höchsten Gott, der Simmel und Erde befizet; Und gelobet sei Gott der Höchste, der deine Seinde in deine Sand beschloffen hat. Und demselben gab Abram den Zehnten von Allerlei. Da sprach der König von Sodom zu Abram: Gieb mir die Leute, die Güter behalte dir. Aber Abram sprach zu dem Könige von Sodom: Ich hebe meine Hände auf zu dem Herrn, dem höchsten Gott, der Himmel und Erde besitzet, daß ich von allem, was dein ist, nicht einen Saden, noch einen Schuh, riemen nehmen will, daß du nicht sagest, du babest 2bram reich ge macht, ausgenommen, was die Jünglinge verzehret haben; und die Männer Aner, Escol und Mamre, die mit mir gezogen sind, die laß ihr Theil nehmen.

Wenn die Herzen der Gläubigen nicht beschwert sein sollen mit

Sorgen der Nahrung, hier ist solch' ein freies Herz bei den lie­ben Erzvater Abraham. Abraham kommt aus der Schlacht. Er hat dem Könige von Sodom treulich geholfen, die Feinde bis über die Grenze gejagt, eine Handvoll wider ein Land voll, denn Abraham war mit mur 318 Knechten gegen starke Könige gezogen. Nun will ihn der König von Sodom beschenken, aber Abraham will von Allem keinen Faden noch Schuhriemen haben. Das ist ein Herz, das von keinen Sorgen der Nahrung eingenommen ist. Dagegen läßt sich Abra­ham wohl und gern gefallen, daß Melchisedek, der König von Salem, ihn segnet. Der heilige Geist hat diese Geschichte in dem 7. Capitel des Briefes an die Ebräer auf's Schönste auf Christum gedeutet. Weder die Mutter noch der Vater Melchisedeks ist irgendwo genannt, anzuzeigen, daß Jesus nach der göttlichen Natur keine Mutter, nach der menschlichen Natur keinen Vater hat. Melchisedek heißt König der Gerechtigkeit; Christus ist unsere Gerechtigkeit( Jerem. 23, 6.), und wie durch Eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind, also werden durch Eines Gehorsam viele Gerechte, Nöm. 5, 19.

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