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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von Joseph Frey. Mit bischöfl. Approbation
Entstehung
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Worin der studirende Jüngling sich üben soll. 29

Ulebe dich, christlicher Jüngling, in diesen gerin­gen aber verdienstlichen Abtödtungen um deines ewigen Heiles und der Liebe Christi willen; und wenn sie deiner verdorbenen Natur beschwerlich fallen, so gedente des großen Lohnes, der deiner harrt. Wenn des Meeres Sturm und Ungestüm die Handelsleute von der weiten Reise nicht ab­schrecken; wenn Hitze und Kälte den Ackersmann von der mühevollen Arbeit nicht abhalten; wenn die Soldaten in der Schlacht nicht mit Furcht er= füllt werden, weil sie unaufhörlich den Sohn im Auge haben, welcher nach bestandenen Gefahren und Arbeiten ihrer wartet: wie könntest du dann durch weit Geringeres dich abschrecken lassen von jenen kleinen Ueberwindungen, die dir einen so großen Lohn im Himmel zusichern? Jene sehen sich so viel Mühen und Gefahren aus, ,, um eine vergängliche Krone zu empfangen," was sollen wir thun, um eine unvergängliche zu gewinnen? ( I. Cor. IX, 25) Ermuthige dich also durch den Ge­danken an die ewige Belohnung, womit die Heili­gen sich ermunterten, wenn ihr Muth sinken wollte, und gedenke oft der Worte des hl. Paulus: Die Leiden dieser Zeit sind nicht zu vergleichen mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbar werden wird."( Röm. VIII, 18.)

§. 4. In der Andacht zur seligsten Jung­frau Maria.

Vielleicht hast du, christlicher Jüngling, schon oft aus dem Munde lauer oder glaubensloser Chri­sten vernommen, daß man in der Verehrung Ma­riens zu weit gehe, und die Sache übertreibe. Solltest du etwa, durch solche Neußerungen irre­geleitet, auch dieser Ansicht huldigen, so könnte nicht leicht eine schädlichere und unchriftlichere dich be­