vor der Beichte.
ich entschuldigen und beschönigen, will mich nicht zu überreden suchen, es habe nichts zu bedeuten, wenn ich etwa einer oder der andern bösen Gewohnheit die Herrschaft bei mir gestattete oder irgend eine Pflicht, die mir obliegt, aus Trägheit und Gemächlichkeit wiſsentlich versäumte. Was würde es mir denn auch helfen, wenn ich mich selbst hinterginge, wenn ich mich für besser hielte, als ich wäre?
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Du, o Allwissender, würdest mich ja doch nach der Wahrheit kennen und beurtheilen und würdest dereinst an das Licht bringen, was im Finstern und in meinem eigenen Herzen verborgen ist. Ich aber würde mich dann desto mehr schämen müssen und deſto strafbarer sein, wenn ich die Welt, ja mich ſelbst, durch Heuchelei betrogen, indem ich mein Gewissen durch falsche Beschönigungen und Entschuldigungen eingeschläfert hätte.
Erkenne ich wohl die großen Wohlthaten, die mein Gott mir von meiner Kindheit an bis diese Stunde erwiesen hat? Danke ich ihm auch oft dafür mit gerührtem Herzen?
Bemühe ich mich eifrigst, meinen Verstand, alle Gaben, alle meine Kräfte des Leibes und der Seele, nach der Absicht meines gütigen Schöpfers, zur Verherrlichung seiner Ehre, zum Besten meines Nächsten und zur Beför
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