Druckschrift 
Geistliches Liederbuch aus dem Schatz der Kirche alter und neuer Zeit gesammelt / herausgegeben vom christlichen Verein im nördlichen Deutschland
Entstehung
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Weihnachten.

21

durch deine Güte, O liebstes Jesulein! Zeuch mich hin nach dir.

3. Groß ist des Vaters Huld, Der Sohn trägt unfre Schuld. Da wir ganz verdorben Durch Sünd und Sitelkeit, Hat er uns erworben Die ewge Himmelsfreud. Gia, wärn wir da!

4. Wo ist der Freuden Ort? Nirgend mehr denn dort, Da die Engel singen Dem lieben Jesulein, Und die Psalmen klingen Im Himmel hell und rein. Gia, wärn wir da! Nach Petrus Dresdensis.

Weise: Mein Freund zerschmelzt.

24.

Liebe, die den Himmel hat zerrissen, Die sich zu mir ins Elend niederließ! Was für ein Trieb hat dich bewegen müssen, Der dich zu mir ins Jam­merthal verwies? Die Liebe hat es selbst gethan, Sie schaut als Mutter mich in meinem Jammer an.

2. Die Liebe ist so groß in deinem Herzen, Daß du für mich das größte Wunder thust; Die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, Daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. unerhörter Liebesgrad, Der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat.

3. Die Liebe ist mein Anverwandter worden, Mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit; Der Gottheit Quell lebt nun in meinem Orden, Die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit; Das Leben selbst ist Mensch geborn, Der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn.

4. In ihm wird nun die Menschheit ausgeföhnet, Die Reinigkeit der Seelen wiederbracht; Sie wird als Braut der Gottheit nun gekrönet, Da sie der Himmel selbst so angelacht; Die Menschheit wird nun ganz erneut Und als ein reiner Thron der Gottheit eingeweiht.

5. Die Weisheit spielt nun wieder auf der Erden, Da­durch das Paradies im Menschen grünt; Nun können wir aus Gott geboren werden, Weil die Geburt des Herren