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Geistliches Liederbuch aus dem Schatz der Kirche alter und neuer Zeit gesammelt / herausgegeben vom christlichen Verein im nördlichen Deutschland
Entstehung
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Weihnachten.

11

Ein König über alle Könige groß; Herod die Red gar sehr verdroß, Aussfandt er seine Boten: Ei! wie gar ein falsche List Erdacht er wider Jesum Christ! Die Kindlein ließ er tödten.

Weise: O daß ich tausend Zungen hätte.

12. Dies ist die Nacht, da mir erschienen Des großen Gottes dem Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit, Und dieses Welt­und Himmelslicht Weicht hunderttausend Sonnen nicht.

2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein, Er treibet weg der Höllen Macht, Die Sünden-, Kreuz- und Todesnacht.

3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Seligkeit; Wenn Sonn und Mond und Stern vergehen Vielleicht noch in gar kurzer Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein Alles sein.

4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens- und dein Liebeslicht; Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht; Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein.

5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst! Dein Licht sei meine Weihnachtswonne Und lehre mich die Weihnachtskunst, Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtsglanzes voll.

Casp. Fr. Nachtenhöfer.

Geistliche Volksweise.

Es ist ein Ros entsprungen Aus einer Wurzel zart, 13. Wie uns die Alten fungen, Von Jeſſe kam die

Art, Und hat ein Blümlein bracht Mitten im kalten Winter Wohl zu der halben Nacht.

2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaia sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus