Druckschrift 
Geistliches Liederbuch aus dem Schatz der Kirche alter und neuer Zeit gesammelt / herausgegeben vom christlichen Verein im nördlichen Deutschland
Entstehung
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Weihnachten.

9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? Ihr Herr wird ste zerstreuen In einem Augenblick; Er kommt, er kommt ein König, Dem wahr­lich alle Feind Auf Erden viel zu wenig Zum Wider­stande seind.

10

10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht; Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne! Und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne In deinen Freudensaal. P. Gerhardt.

Beihnachten.

Dies est laetitiae.

11. Der Tag, der ist so freudenreich Aller Creature,

Denn Gottes Sohn vom Ueber die Nature Von einer Jungfrau ist geborn: Maria, du bist auserforn, Daß du Mutter wärest. Was geschah so wunder­lich? Gottes Sohn vom Himmelreich, Der ist Mensch geboren.

2. Ein Kindelein so löbelich Ist uns geboren heute Von einer Jungfrau säuberlich, Zu Trost uns armen Leuten. War uns das Kindlein nicht geborn, So wärn wir allzus mal verlorn; Das Heil ist unser aller. Ei, du süßer Jesu Christ! Der du Mensch geboren bist, Behüt uns vor der Hölle!

3. Als die Sonn durchscheint das Glas Mit ihrem klaren Scheine, Und doch nicht versehret das, So merket allges meine: In gleicher Weis geboren ward Von einer Jungs frau rein und zart Gottes Sohn der werthe; In ein Kripp mard er gelegt, Große Warter für uns trägt Hie auf dieser Erde.

4. Die Hirten auf dem Felde warn, Erfuhren neue Mähre Ben den engelischen Schaarn, Wie Christ geboren wäre,