Advent.
7
Tochter Zion, freue dich!- Jauchze laut, Jeruſalem! Sieh, dein König kommt zu dir, Ja er kommt,
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8.
der Friedefürst!
L
2. Hostanna, Davids Sohn! Sei gefegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich. Hostanna in der Höh! 3. Hosianna, Friedefürst! Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du des ewgen Vaters
Kind.
Weise: Werde munter mein Gemüthe.
9.
Marum willst du draußen stehen, Du Gesegneter des Herrn? Laß dir, bei mir einzugehen, Wohlgefallen, du mein Stern! Du mein Jesu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, Hilf, o Heiland, meinem Herzen Von den Wunden, die mich schmerzen.
2. Meine Wunden sind der Jammer, Welchen oftmals Tag und Nacht Des Gesetzes starker Hammer Mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donnerstimm, Die mir Gottes Zorn und Grimm Also tief ins Herze schläget, Daß sich all mein Blut beweget.
3. Dazu kommt des Teufels Lügen, Der mir alle Gnad absagt, als müßt ich nun ewig liegen In der Höllen, die ihn plagt; Ja auch, das noch ärger ist, So zermartert und zerfrißt Mich mein eigenes Gewissen Mit vergiften Schlangenbissen.
4. Will ich denn mein Glend lindern Und erleichtern meine Noth Bei der Welt und ihren Kindern, Fall ich vollends in den Koth; Da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Gute Freunde, die mein lachen.
5. In der Welt ist alles nichtig, Nichts ist, das nicht kraftlos wär: Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; Hab ich Reichthum, was ists mehr, Als ein Stäublein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie werth? Was ist, das mich heut erfreue, Das mich morgen nicht gereue?


