8. Januar. Abend.
Zachar. 3, 4. Der Hohepriester Josuc. hatte unreine Kleider an und stand vor dem Engel, welcher antwortete und sprach zu denen, die vor ihm standen: Thut die unreinen Kleider von ihm. Und er sprach zu ihm: Siehe! ich habe deine Sünden von dir genommen, und habe dich mit Feierkleidern angezogen."
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Gott, Vater, du hast mich diesen Tag überleben lassen; und ich kann von Gnade und Wahrheit, von Liebe und Barmherzigkeit sagen. Keine Stunde ist vergangen, da ich nicht Gnade, Liebes- und SegensGaben von dir empfangen habe; dafür dich Mund und Herz anbeten und preisen müssen. Nun ziehe ich meine Kleider aus; die habe ich reinlich gehalten, aber ich habe Leib und Seele verunreinigt mit sündlichen Gedanken, Worten und Werken. Die thue ich von mir in schmerzlicher Reue, in lebendigem Glauben an Jesum, meinen Heiland; thue du sie weg durch gnädige Vergebung; tilge sie aus deinem Buche, daß sie mir nimmermehr vorgehalten werden, weder in der Stunde des Todes, noch am Tage des Gerichts. Dagegen ziehe mich an mit dem Rock der Gerechtigkeit Jesu Christi. Dieses Kleid wirst du kennen, darin werde ich dir angenehm sein. Mit diesem Kleide muß meine Seele gezieret sein, wenn sie will in dir bleiben. Du hast es aus erbarmender Liebe mir ge schenkt, und in der heiligen Taufe angezogen; laß mich es niemals durch muthwillige Sünden beflecken oder verlieren, sondern als mein Feierkleid bewahren. Nun ist meine Seele wohl eingehüllt; schenke auch meinen Gliedern eine sanfte Ruhe. Laß mich durch Buße und Glauben alles Unreine täglich von mir thun, daß ich im Sterben in Christo Jesu erfunden werde.
Christi Blut und Gerechtigkeit
Das ist mein Schmuck und Ehrenkleid: Damit will ich vor Gott bestehn,
Wann ich zum Himmel werd' eingehn. Amen


