3. Januar. Norgen.
Spr. 1, 10. Mein Kind, wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht.
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Lebendiger, heiliger Gott, ich habe mir vorgenommen, diesen Tag in deiner Furcht und dir zur Ehre hinzubringen; gib mir Kraft, daß ich es durch deinen Geist auch vollbringen möge. Laß mich alles fliehen und meiden, was mich vom Glauben, von der Liebe und von der Frömmigkeit abführen will, sollten es auch meine nächsten Freunde sein. Laß mich alle die für Feinde halten, die mir etwas anmuthen, was deinem Worte zuwider ist. Wenn sie sprechen: unfre Wege sind gut, unser Leben ist ehrbar, unsre Gewohnheiten sind von vielen Menschen angenommen, so laß mich nicht dieser Stimme Gehör geben, sondern ihre Wege ansehen als solche, die zur Verdammniß führen, ihr Leben als einen Greuel, ihre Gewohnheiten als sträflich, wodurch Leib und Seele in Gefahr kommt. Ich folge ihnen nicht, daß ich dich, meinen Gott, nicht beleidige, meine Seelenruhe nicht störe, meinen Nächsten nicht ärgere, den heiligen Geist nicht aus meinem Herzen vertreibe. Dir will ich folgen durch Ehre und Schande, durch böse und gute Gerichte; lieber will ich mein Leben lassen, als dich verlassen oder beleidigen. Herr Jesu, dir ergebe ich mich mit Leib und Seele; dein Vorbild soll mir beständig vor Augen und im Herzen sein. Verleihe mir Gnade, daß ich bis an mein Ende also gesinnt sei, dich zu lieben, dir anzuhangen, das Böse zu hassen und zu lassen, und durch deinen Geist dir immer gehorsamer zu werden.
Ich folge dir, mein Führer, auf der Bahn, Die du mich führst zum Ziel.
Die Welt erwählt in ihrem blinden Wahn Sich falscher Führer viel. Ich bleibe dir ergeben, Nur ewig dir geweiht; Dir folg' ich nach im Leben, Dir nach in Ewigkeit Amen.


