Am Sonnt. Septuagesimä. 9 Epiftel, Col. 3, v. 12-17.
ziehet nun an als die Auserwählten Gottes, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld, und vertraget einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern, gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr; über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe, und seid dankbar. Laffet das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit, lehret und vermahnet euch selbst mit Pfalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem Herrn in euren Herzen. Und alles was ihr thut, mit Worten, oder mit Werken, das thut Evangel. am 5. Sonntage nach alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn.
Epiphaniä,
Am 5. Sonnt. nach Epiphaniä.
bräuete den Wind und das Meer, ba ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist?
Epistel, Röm. 13, v. 8-10. eid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; benn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfüllet. Denn das da gesagt ist: Du sollt nicht ehebrechen; Du sollt nicht tödten; Du sollt nicht stehlen; Du sollt nicht falsch Zeugniß geben; Dich soll nichts gelisten, und o ein ander Gebot mehr ist, wird in diesem Wort verfasset: Du sollt deinen Nächsten lieben als dich felbft. Die Liebe thut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
das
1
Matth. 13, b. 24-30.
Er legte ihnen ein ander Gleich
Evangelium am Sonntage Septuagesimä,
Matth. 20, v. 1-16.
as Himmelreich ist gleich einem
Dae Hausvater, der am Morgen
melreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acer fäete. Da aber die Leute schliefen, tam sein Feind, und säete Unkraut ausging, Arbeiter zu miethen in zwischen den Waizen, und gieng davon. seinen Weinberg. Und da er mit Da nun das Kraut wuchs, und Frucht den Arbeitern eins ward um einen brachte, da fand sich auch das Unkraut. Groschen zum Tagelohn, fandte er Da traten die Knechte zu dem Haus- fie in seinen Weinberg. Und ging vater, und sprachen: Herr, hast du aus um die dritte Stunde, und fah nicht guten Samen auf deinen Acker andere an dem Markte müssig stehen, gefäet? Woher hat er denn das Un- und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch fraut? Er sprach zu ihnen? Das hat hin in den Weinberg, ich will euch der Feind gethan. Da sprachen die geben, was recht ist; und sie giengen Knechte: Willt du denn, daß wir hin- hin. Abermal ging er aus um die gehen, und es ausjäten? Er sprach: sechste und neunte Stunde, und that Nein, auf daß ihr nicht zugleich den gleich also. Um die eilfte Stunde Waizen mit ausraufet, so ihr das Un- aber ging er aus, und fand andere traut ausjätet. Lasset beides mit ein müssig stehen, und sprach zu ihnen: ander wachsen, bis zu der Erndte, und Was stehet ihr hier den ganzen Tag um die Erndtezeit will ich zu den müssig? Sie sprachen zu ihm: E8 Schnittern sagen: Sammelt zuvor das hat uns niemand gevinget. Er sprach Unkraut, und bindet es in Bündlein, zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den paß man es verbrenne, aber den Waizen Weinberg, und was recht sein wird, ſammelt mir in meine Scheuern. soll euch werden. Da es nun Abend


