Erster Theil.- Vom Wesen Gottes
14
und Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner.
7. Unsträflich bist du, heilig, gut und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen thut; denn du vergiltst mit Wonne! du haft Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig sein, haft Freuden, Gott, die Fülle.
8. Du mr bist würdig, Lob und Dank zu nehmen, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgefang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie er, so herrlich, so vollkommen?
Mel. bes 8. Pfalms.
16.
reicht an deine Größe? Denk ich
rhabner Gott! was
es bleibet ewig stehen. Erforsch ich gleich dein göttlich Wesen nicht, fo gnüge mir davon dein Unterricht.
6. Von dir, durch dich, zu dir find alle Dinge. Gib, daß ich dir mich selbst zum Opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die Welt regierst; so fei mirs gnug, daß du mich selig führst.
offenbaren. Einst werd ich mehr von 7. Einst wirst du dich mir näher deinem Rath erfahren; wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt und treu dich hier verehrt.
8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle; zufrieden ſei, wie du mich hier regierst, bis du mich einst zu deinem Himmel führst.
9. Dann werd ich dich in hellerm Lichte sehen, und froh in dir, dein und zeigst es mit der That, unendlich ewig Lob erhöhen. Herr, du bist groß groß an Huld, an Macht und Rath.
an dich, so fühl ich meine Blöße,
ich fühle, Herr, daß du unendlich 17. G ott mache du mich
bist, und daß umschränkt mein
selbst bereit, vor deinen Thron zu
forschend Denken ist.
treten, und deine große Herr
lichkeit voll Ehrfurcht anzubeten.
2. Du wohnst im Licht, dazu kein Mensch kann kommen. Was ists, das wir von deinem Ruhm vernommen? Ach! nur ein Theil von jener Majestät, die über alles dich, o Gott, erhöht.
Laß, Herr, vor deinem Angesicht
mein Herz sich deiner freuen, und
3. Dein ewges Sein, dein ganz vollkommnes Wesen, das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Verstand; von Engeln selbst wirst du nie gang erkannt.
einen Strahl von deinem Licht
die Finsterniß zerstreuen, die mich
4. Wie sollt ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Unendlicher, dich völlig zu ergründen? D, mache mich von solchem Dünkel frei, daß mir dein Wort des Glaubens Richtschnur sei.
hier noch umgibet.
2. Du bist der Herr, und keiner mehr, nichts sind der Heiden Götter; 5. Mein eigner Geist kann sich leicht nur dir gebühret Preis und Ehr; hintergehen. Dein Wort ist wahr; tein Helfer, noch Erretter ift außer


