Vom Worte Gottes.
und die Vernunft alsdann gefangen drum gib, daß ich dein Wort, oft nehmen, wenn Gott sich offenbart, ist der Geschöpfe Pflicht; und weise spricht. Demuth ists, zu glauben, was Gott
und mit Andacht lese: das Wort,
das deinen Rath von unserm Heil
enthält. Dank sei dir für dies
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Erster Theil.
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Wort, den größten Schatz der Welt. 2. Erfülle mein Gemüth mit Ehrfurcht und Vertrauen, mit Luft und frommem Ernst dadurch mich zu erbauen. Du bists, der in der Schrift zu meiner Seele spricht; o segne doch an mir, Herr, deinen Unterricht.
3. Mein Gott, vor welchem ich jest meine Hände falte, gib, daß ich allezeit dein Wort für Wahrheit halte; und laß mich deinen Rath empfindungsvoll verstehn, die Wunder Gesetz, am Wort vom Kreuze sehn! am
5. Gib, daß dein kräftig Wort, o Gott, mein Herze rühre, und daß ich mir den Spruch oft zu Gemüthe führe, der mich vor andern rührt. D stärke mich durch ihn mit Ernst und Munterkeit, das Gute zu vollziehn.
6. Um tugendhaft zu sein, dazu sind wir auf Erden. Wer deinem Wort gehorcht, den läff'st du inne werden, die Lehre sei von dir, die uns die Bibel gibt! man lernt ihr Wort verstehn, wenn man es treulich übt.
4. Du, aller Wahrheit Gott, kannst mich nicht irren lassen. Untrüglich ist dein o mich daraus
so viel mein Heil verlangt. Du bists, 9. G
der Weisheit gibt, wenn man sie redlich sucht, und aus Gewissen liebt.
7. Spricht sie geheimnißvoll, so laß mich dies nicht schrecken. Kein endlicher Verstand kann dich, Gott, ganz entdecken. Du bleibst unendlich hoch. Was mir dein Wort erklärt, nicht was mein Witz verlangt, ist meines Glaubens werth.
9. Erinnre mich hieran, wenn mich die Zweifel kränken, und lehre mich dabei zu meinem Heil bedenken, dort sei die Zeit des Schauns, und hier des Glaubens Zeit; dort wachse, wie mein Glück, mein Licht in Ewigkeit.
8. Sich seines schwachen Lichts bei Gottes Licht nicht schämen, ist Ruhm,
manche Dunkelheiten, so laß mich 10. Find ich in deinem Wort noch einen Freund, der mehr, als ich sieht, leiten. Ein forschender Verstand, der sich der Schrift geweiht, ein ange fochtnes Herz hebt manche Dunkelheit.
Es ist mein Glück auf Erden, und 11. Stets sei dein Wort mir werty! wird es einst noch mehr in jenem Leben werden. Nie irre mein Gemüth der Bibelfeinde Spott! die Lehre, die sie schmähn, bleibt doch dein Wort, o Gott!
Mel. Nun danfet alle Gott.
elobt seist du, o Gott,
für deines Wortes Lehre! Gib,
Bater, daß ich sie mit Andacht
fleißig höre. O, mache doch mein
Herz von Vorurtheilen rein und
laß dein Wort mein Licht auf
meinen Wegen sein.
2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie verfehlen, und nie, was schädlich ist, für wahres Heil erwählen. OHöchster, leite selbst den forschenden Verstand, so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt.
andern Menschen glauben! Das heißt, 3. Wie thöricht ist es doch, bloß


