Das christliche Leben.
part, der dich veracht't so freventlich.
2. Gott, erhöh deins Namens Ehr; wehr und straf der Bösen Grimm, weck die Schaf mit deiner Stimm, die dich lieb haben inniglich!
3. Hilf, daß alle Bitter feit scheid, o Herr, und alte Treu wiederkehr und werde neu, daß wir ewig lobsingen dir! Huldreich Zwingli, † 1531.
545 Hers, laß bein
Sorgen sein,
Sorgen schafft Angst und Bein und frommt doch nicht. Vertrau auf Gott, den Herrn, sein Hilf ist dir nicht fern, :: Gott schlummert nicht.: 2. Sieh doch die Lilien an, wer hat sie angetan mit solcher Zier? Gott webt zu aller Zeit ihnen das Feierfleid,:,: webt es auch dir.:,:
3. Nimm doch der Vöglein wahr, die aller Sorgen bar, so fröhlich sind. Gott nährt sie spät und früh, bist du nicht mehr, denn sie?:,: nicht Gottes Kind?
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wird schön verneuen alles zur Ewigkeit. Den Himmel und die Erde wird Gott neu schaffen gar, all Kreatur soll werden ganz herrlich, schön und klar.
4. Gottes Rind, hörst du nicht, wie so vernehmlich spricht dein Jesus Christ: Herz, laß dein Sorgen sein, trachte nach dem allein,:,: was droben ist.:,:
Julius Sturm, † 1896.
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Herzlich erzlich tut mich
erfreuen die liebe Sommerzeit, wenn Gott
2. Kein Zunge kann erreichen die ewge Schönheit groß; man fanns mit nichts vergleichen, die Wort find viel zu bloß: drum müssen wir das sparen bis an den jüngsten Tag; dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag.
3. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgetan, die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl.
4. Er wird uns fröhlich leiten ins ewge Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis: da wird sein Freud und Wonne, in rechter Lieb und Treu, aus Gottes Schatz und Bronne und tåglich werden neu.
5. Herr Gott, durch deine Güte führ mich auf rechter Bahn! Herr Christ, mich wohl behüte, sonst möcht ich irre gahn: halt mich im Glauben feste in dieser bösen Zeit, hilf, daß ich mich stets rüste zur ewgen Hochzeitsfreud.
Johann Walther, † 1570, nach einem Sommerlied.


