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Freuet euch in dem Herrn allewege! : Liederperlen, aus dem Schatze deutschen Volksgesanges / ausgewählt und Deutschlands Jünglingen gewidmet von A. Hager, Präpositus in Penzlin
Entstehung
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Morgen-, Abendlieder.

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1. fliegt, Und auf der Ah- ren- wel= le

Das Mor- gen- rot sich 2. schön, Und Glöck- lein lu- ftig klin- gen Im Thal und auf den

1. wiegt, la la 2. Höh'n, la la

la la la la la la la la la la

Bitte p

la la la la la la la la

la la la la la. la la la la la.

16.

Weise: O Welt, ich muß dich laffen. G- dur.

1. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt' und Felder, Es schläft die ganze Welt. Ihr aber, meine Sinnen, Auf, auf! ihr sollt be­ginnen, Was eurem Schöpfer wohlgefällt.

2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind; Fahr' hin! ein' andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint.

3. Der Tag ist nun vergangen, Die güld'nen Sternlein prangen Am blauen Himmelssaal: Also werd' ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammerthal.

4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh' ich aus, dagegen wird Christus mir an­legen Den Rock der Ehr' und Herrlichkeit.

5. Das Haupt, die Füß' und Hände Sind froh, daß nun zu Ende Die Arbeit kommen sei: Herz, freu' dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sündenarbeit frei.

6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt; Es kommen Stund' und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh' ein Bettlein in der Erd'.

7. Mein' Augen stehn verdrossen, Im Hui sind sie geschlossen; Wo bleibt dann Leib und Seel'? Nimm sie zu Deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug' und Wächter Israel.

8. Breit' aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm Dein Küchlein ein; Will Satan mich verschlingen, So laß die Engel fingen: Dies Kind soll unverletzet sein.

9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben Kein Unfall noch Gefahr! Gott laß euch ruhig schlafen, Stell' euch die güld'nen Waffen Ums Bett und Seiner Helden Schar! Paul Gerhardt, 1676.