Druckschrift 
Entwurf eines Gesangbuches für die evangelische-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Tod und Ewigkeit: Auferstehung, Gericht, Ewigkeit. 345

ist, wo ist dein Aufenthalt?| Herrlichkeit und Freudenmahl Die Väter sind entschlafen. und Krone, und will, daß jeder heut', schon heut' in seinem Reiche wohne.

4. Sie hofften, seufzten auch wie wir, und legten sich darnieder, wir hoffen, seuf­zen auch nach dir, und du erscheinst nicht wieder?

12. Er ließ uns hier sein Abendmahl, sein Wort: Ich komme wieder! Und sprach zu seiner kleinen Zahl: Lebt, sterbet mir, ihr Brüder!

13. Wir leben dir, wir sterben dir, dich wieder bald zu sehen, dir leben wir, dir sterben wir, dein Wort kann nicht vergehen.

Joh. Gottfr. von Herder 1744-1803. Mel.: Werde munter mein Gemüte.

die Gefangnen ihrer Bande 474. Wann der Herr einst ledig macht, o dann schwin­den die vergangnen Leiden wie ein Traum der Nacht! freun, unser Mund voll La­Dann wird unser Herz sich chens sein; jauchzend werden wir erheben den, der Freiheit uns gegeben.

5. Bist du zu deines Va­ters Hand, wo du dein Reich genommen, und siehst nicht mehr dein Erdenland und kannst nicht wieder kommen?

6. Und deine Lehre wär' ein Traum und unser Wunsch verloren, und wir erstürben wie der Baum? O besser nie geboren!

7. Der Frevler höhnt, der Spötter lacht, der Böse tri­umphieret, und noch ist nicht umphieret, und noch ist nicht dein Werk vollbracht, noch ist's nicht ausgeführet.

8. Wir sind ohn' deinen Geist und Kraft, verwelkte, tote Glieder. Beleb uns, Himmels- Lebenssaft, u. weck, erweck uns wieder!

9. Ob er verzeucht, so harre sein, er wird gewißlich kommen! Sein Ja ist ja, sein Nein ist nein! Er hat das Reich genommen;

10. Und ist zu seines Va­ters Hand, und kommt ein König wieder; die er hienie­den sein genannt, sind ewig seine Glieder.

11. Er teilt mit ihnen

Rechte, richt auf uns den 2. Herr, erhebe deine Vaterblick; rufe die zerstreu­ten Knechte in das Baterhaus zurück! Ach, der Pfad iſt steil und weit; türze unsre Pilgerzeit, führ uns, wenn wir treu gestritten, in des Friedens stille Hütten.

3. Ernten werden wir mit Freuden, was wir weinend ausgesät; jenseits reift die