Weihnachten.
59
ohne Zeit und Zahl. Halle- bracht den Gottesmann, der luja!
Sturm und Wolken zwingen kann, vor dem die Felsen splittern und alle Himmel zittern.
5. O liebes Kind, o süßer nab', holdselig von Gebärden, mein Bruder, den ich lieber hab', als alles Gut auf Erden! Dich schließ' ich in mein Herz hinein, o laß es deine Wohnung sein, komm, komm, ich will bei Zeiten die Herberg' dir bereiten.
P. Gerhardt 1606-1676. Nach eigener Melodie.
84. Ermuntre dich, mein schwacher Geist, und trage groß Verlangen, ein göttlich Kind, das Jesus heißt, mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, darin es kam und menschlich Wesen an sich nahm, daß es mit Lieb' und Trene die ganze Welt er freue.
2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, du König aller Ehren! Willkommen Jesu, Gottes Lamm! Ich will dein Lob vermehren; ich will dir all' mein Lebenlang von Herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren.
3. Gottes Sohn, wie konnt' es sein, dein Himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt herein, da nichts denn Neid und Hassen? Wie konntest du die große Macht, dein Königreich, die Himmelspracht, ja selbst dein teures Leben für solche Feinde geben?
7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, sei dir von mir gesungen, daß du mein Bruder worden bist und hast die Welt bezwungen. Hilf, daß ich deine Gütigkeit ſtets preis in dieser Gnadenzeit und mög' hernach dort oben in Ewigkeit dich loben!
3. Rift 1607-1667. Mel.: O daß ich tausend Zungen.
4. O großes Werk, o Wundernacht, dergleichen nie gefunden! Du hast den Hei- 85. Dies ist die Nacht, da land hergebracht, der alles mir erschienen des großen überwunden. Du hast ge- Gottes Freundlichkeit; das
6. Mein Heiland, der vom Himmel kam, zur Freud' mir und zum Leben, du edler Zweig aus Davids Stamm, was soll ich dir doch geben? Ach, nimm von mir Leib, Seel' und Geist, ja alles, was Mensch ist und heißt; Ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben.


