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Entwurf eines Gesangbuches für die evangelische-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
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Weihnachten.

heut' gebor'n von einer Jung­frau auserfor'n; ein Kind­lein jegt noch zart und fein, das soll eu'r Freud' und Wonne sein.

3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führ'n aus aller Not, er will eu'r Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein.

4. Er brinqt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt ewig leben allzugleich.

5. So merket nun die Zei­chen recht, die Krippe und die Windeln schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.

6. Des laßt uns alle fröh­lich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt.

7. Sei mir willkommen, edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir, wie soll ich immer danken dir?

8. Lob, Ehr' sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen ein'gen Sohn! Des freuet sich der Engel Schar und singt uns solch' ein neues Jahr.

M. Luther 1483-1546.

Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit.

81. Ich steh' an deiner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben! Ich komme, bring' und schenke dir, was du mir hast gegeben; nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel' und Mut, nimm alles hin und laß dir's wohl gefallen.

2. Da ich noch nicht ge­boren war, bist du mir schon geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh' ich dich kannt', erforen; eh' ich durch Gottes

Hand gemacht, da hat dein Herz es schon bedacht, wie du mein wolltest werden.

3. Jch lag in tiefer Todes­nacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud' und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glau­bens in mir zugericht't, wie schön sind deine Strahlen!

4. Wenn oft mein Herz vor Kummer weint, und kei­nen Trost kann finden, rufft du mir zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden, was trauerst du, o Bruder mein? Du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden.

5. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich