Advent.
Mel.: Aus meines Herzens Grunde.
67. Auf, auf, ihr Reichsgenossen, der König kommt heran! Empfangt ihn unverdrossen den großen Wundermann! Ihr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heiliger Begier!
2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all' Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können in Nachtmahl, Tauf' und Wort.
3. Auf, auf ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern! Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern! Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, besiegen gar den Tod.
4. Seid fromm, ihr Unterthanen, der König ist gerecht! Laßt uns die Weg' ihm bahnen, macht sie zum Einzug recht! Fürwahr, er meint es gut, drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrock'nem
Mut.
5. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht! An uns, die Herzgeliebten, hat er schon längst
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| gedacht. Nun wird nicht Angst, noch Bein, noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein.
6. So eilt mit schnellen Schritten, den König selbst zu sehn! Er kommt in unsre Mitten start, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all' heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann.
7. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad' und Wort. Ja König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort!
8. Nun Herr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Wir wollen dir allein die Stimmen hoch erschwingen, ein Hosianna singen und ewig dankbar sein.
Joh. Rist 1607-1667.
Mel.: Sollt ich meinem Gott nicht.
68. Rommst du, kommſt du, Licht der Heiden? Ja du kommst und säumest nicht, weil du weißt, was uns gebricht; o du starker Trost im Leden! Jesu, meines Her
Univ.- Bibl. Giessen


