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Entwurf eines Gesangbuches für die evangelische-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
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ist mir ins Herz geschrieben; sein Wort bestärkt ihn ewig­lich: Gott soll ich über alles lieben, und meinen Nächsten gleich als mich.

5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll voll­kommen sein wie er. Je mehr ich dies Gebot erfülle, stell' ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, mein gan­zes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie be­sieg' in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks! Christ. Fürchteg. Gellert 1715-1769.

Lob und Dank.

Mel.: O du Liebe meiner Liebe.

19. Singet Gott, denn Gott ist Liebe, Liebe, die da ewig währt; singe durch des Gei­stes Triebe, wer es an sich selbst erfährt. Wenn Gott läßt den Eifer brennen, brennt er bis zum Höllen­grund; nun er sich läßt Liebe nennen, wird es allen Him

meln kund.

2. Liebe, die er in Er­

kenntnis seines Sohnes uns bezeugt, Liebe, welche das Ver­ständnis aller Menschen über­steigt, du bist weit: ob allen Kindern; du währst lang: auf alle Zeit; du reichst tief: zu armen Sündern; du fährst hoch: zur Herrlichkeit.

3. Liebe, die mein Herz darf glauben, ob sie mein Verstand nicht faßt, laß den Feind mich dir nicht rauben, der uns als die Deinen haßt. Liebe, laß es mir gelingen, dich zu kennen, wie du bist! Liebe lehr mich ewig singen, wie es Gottes würdig ist.

Ph. Fr. Hiller 1699-1769. Mel.: Es ist genug.

20. Gott ist getreu! Sein Herz, sein Vaterherz ist vol­ler Redlichkeit. Gott ist ge­treu bei Wohlsein und bei Schmerz, in gut und böser Zeit. Weicht, Berge, weicht, fallt hin, ihr Hügel! Mein Glaubensgrund hat dieses Siegel; Gott ist getreu!

2. Gott ist getreu! Er ist mein treuster Freund, dies weiß, dies glaub' ich fest. Ich bin gewiß, daß er mich keinen Feind zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungs­stunde die Kraft von meinem Glaubenspfunde. Gott ist getreu!

3. Gott ist getreu! Er thut,