Lob und Dank.
bedacht; will dem Leibe Not mein frommer Gott zu gut, entstehen, nimmt er's gleich falls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
will mein Fehlen mit der Rut, und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
9. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir gleich bitter scheint, sind, wenn ich es recht erwäge, dennoch Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke, und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch die Trübsal zu sich lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
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6. Himmel, Erd' und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt. Wo ich nur mein Aug' hinkehre, find' ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh', in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich jeden lieben Morgen schaue neue Lieb' und Güt. Wäre nicht mein Gott gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär' ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Got tes Lieb' in Ewigkeit.
8. Wie ein Vater seinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, ob es gleich bis weilen Sünde thut, und von dem Pfade weicht, also hält auch mein Verbrechen mir
10. Das weiß ich fürwahr, und lasse mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein, also wird auch nach der Bein, wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
11. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe find't, ei! so heb' ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind; bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht, hier in meinem ganzen Leben, bis


