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Entwurf eines Gesangbuches für die evangelische-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
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temberg, ein allgemein eingeführtes Gesangbuch besitzen, während die Summe der in größeren und kleineren Ge­bieten unseres deutschen Vaterlandes gebräuchlichen Ge­sangbücher in die Hunderte geht, ist auch an ein deutsch­evangelisches Kirchengesangbuch vorerst nicht zu denken. Daß der badische Entwurf schon die Grundlage eines solchen bilden könne und solle, ist wohl nicht der Gedanke obigen Generalsynodalbeschlusses und ebensowenig der uns­rige. Das Nächste, was unseres Erachtens erreicht werden kann, ist die Aufnahme der besten, und darum auch be­kanntesten und gebräuchlichsten Kirchenlieder in möglichster Übereinstimmung des Textes bei der Abfassung neuer Ge­sangbücher in ganz Deutschland. Dies halten wir bei der jebigen Beweglichkeit in der Bevölkerung Deutschlands und bei dem damit verbundenen nationalen Zug, dem die evan­gelische Kirche sich am wenigsten verschließen darf, für wünschenswert. Wir haben zur Erreichung dieses Ziels das Unsrige gethan durch unsre Beteiligung bei der Er­stellung eines gemeinsamen, deutsch- evangelischen Militär­gesangbuchs, welches einen Grundstock der in ganz Deutsch­land verbreiteten Lieder enthält, durch die Beziehungen, in welche wir uns bei Abfassung des vorliegenden Entwurfs mit ähnlichen Unternehmungen gegenwärtiger Zeit seßten, und durch die Rücksicht, welche wir bei der uns auf­getragenen Sammlung klassischer Lieder" in unserm Entwurf auf die besten vorhandenen und neu entstan­denen Gesangbücher anderer Landeskirchen genommen haben. In letzterer Beziehung erwähnen wir nament­lich das Württembergische, Bremer, Hessische und Schle­sische Gesangbuch und die Entwürfe des Sachsen- Wei­mar'schen, Königlich Sächsischen und Frankfurter Gesang­buchs.

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Univ.- Bibl. Giessen