Druckschrift 
Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Am 10. und 11. Sonntage nach Trinitatis.

läßt dünfen, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch teine, denn menschliche Versuchung be­treten. Aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer Vermögen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es könnet ertragen.

29

es ist ein Herr. Und es find mancherlei Kräfte, aber es ist ein Gett, der da wirket Alles in Allen. Ja einem Jeg­lichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geist; einem Andern der Glaube, in demselbigen Geist; einem Andern die Gabe gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem Andern sagung; einem Andern Geister zu unter­Wunder zu thun; einem Andern Weis­scheiden; einem Andern mancherlei Sprachen; einem Andern die Sprachen auszulegen. Dies aber Alles wirkt derselbige einige Geist und theilt einem Jeglichen seines zu, nachdem er will. Am 11. Sonntage nach Trinitatis.

Am 10. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Luc. 19, 41- 48.

u

Evangelium, Luc. 18, 9-14. er Etlichen,

nd als er, der Herr Jesus, nahe hinzu kam, sabe er die Stadt an, und weinete über sie und sprach: Wenn du es wüßtest, so würdest du anch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist es vor deinen Augen verbor­gen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, en allen Orten angsten und werden ſelbst vermaßen, daß fie fromm dich schleifen und keinen Stein auf dem wären und verachteten die Andern, andern lassen, darum, daß du nicht ein solches Gleichniß: Es gingen zwei erkennet hast die Zeit, darinnen du Menschen hinauf in den Tempel zu beimgesucht bist. Und er ging in den beten, einer ein Pharisäer, der andere Tempel und fing an auszutreiben, die ein Zöllner. Der Pharisäer stand und darinnen verkauften und kauften; und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder habt es gemacht zur Mördergrube. auch wie dieser Zöllner. Ich faste zwei­Und er lehrte täglich im Tempel. Aber mal in der Woche und gebe den Zehnten die Hohenpriester und Schriftgelehrten von Allem, was ich habe. Und der Zöll­und die Vornehmsten im Boll, trach- ner stand von ferne, wollte auch seine teten ihm nach, daß sie ihn umbrächten Augen nicht aufheben gen Himmel; und fanden nicht, wie sie ihm thun sondern schlug an seine Brust und sollten; denn alles Volk hing ihm sprach: Gott, sei mir Sünder gnä­an und hörete ihn. dig! Ich sage euch! Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhöhet werden.

Epistel, 1. Cor. 12, 1-11. V on den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den

wurtet. Darum thue ich euch kund, daß Niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und Niemand kann Jesum einen Herrn heißen, ohne durch den heiligen Geist. Es sind man­cherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Aemter, aber

Epistel, 1. Cor. 15, 1-10.

h ch erinnere euch aber, lieben Brilder, des Evangelii, das ich euch vera fündigt habe, welches ihr auch ange­nommen habt, in welchem ihr auch ste­het; durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkündiget habe, so ihr es behalten habt; es wäre denn, daß ihr es umsonst geglaubt hät­