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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen
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Doch deine allmachtshand; Denn du bift überall, Und dein ist jedes land.

5. Wollt ich in finsterniß Mich dei­nem aug' entziehen, So sucht ich doch umsonst, Auch da dir zu entfliehen: Die dickste finsterniß Ist vor dir helles licht! Die nacht glänzt wie der tag, Bor deinem angesicht.

Erste Abtheilung.

6. Du warst schon über mir In meiner mutter leibe; Du bildetest mein herz, Gott, daß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du Mich wunderbar gemacht, und meiner, eh ich war, Schon väterlich gedacht.

7. Du kanntest mein gebein, Eh ich ans licht gekommen, Da ich im

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Mel. Wer nur den lieben gott zc. oder: Eigene Melodie.

u weiser schöpfer aller

16. D dinge, Der alles weiß,

erkennt, versteht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, Das nicht nach deiner ordnung geht! Sie ists die deine große welt In ihrer daur und pracht erhält.

c. Weisheit Gottes.

2. Die vielen wundervollen werke, Was unsern augen fern und nah, Steht alles, wie durch deine stärke,

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So auch durch deine weisheit da.

Unendlich, ist

Der ganze weltbau machts bekannt. 3. Mit eben diesen meisterhänden, Mit welchen du die welt gemacht, Regierst du auch an allen enden, Was du höchst frei hervorgebracht; Du branchst, o unerschaffnes licht! Der menschen rath und beistand nicht.

4. Was du zu thun dir vorgenom­men, Krönt auch, so bald du willst, die that: Wenn tausend hindernisse kommen, So triumphirt dein hoher rath, Den besten zweck wählt dein ver­stand: Die mittel stehn in deiner hand.

5. Die menge so verschiedner willen, Wo jeder seinen weg erwählt, Muß doch den deinen blos erfüllen, Der seines zie­les nie verfehlt, Und aller feinde stolzen wahn, Als unvernunft beschämen kann.

6. O weisheit decke meiner seele Des eigendünkels thorheit auf. Damit sie dich zum führer wähle In dieses

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dunkeln erst Die bildung angenommen, Dein auge sah mich schon, Eh ich be­reitet war, Und meiner tage lauf War dir schon offenbar.

8. Was für erkenntnisse, Für köst­liche gedanken! Unzählbar sind sie mir; Denn sie sind ohne schranken. Mit ehr­furcht will ich stets Auf dich, mein schöpfer, sehn, Dir folgen und dein lob, So gut ich kann, erhöhn.

9. Erforsche mich, mein gott, Und prüfe, wie ichs meine; Ob ich der wirklich bin, Der ich zu sein mir scheine. Sieh, ob mein fuß vielleicht Sich einem irrweg naht, Und halte mich zurück Auf ebnem sichern pfad.

lebens ganzem lauf. Ich weiß den weg zur wohlfahrt nicht: Drum leite mich dein sichres licht.

7. Du hast mich durch mein ganzes leben Bisher aufs weisefte geführt, Ja, dir muß ich die ehre geben, Daß du aufs beste mich regiert: O leite mich durch welt und zeit Hinüber in die ewigkeit. MENSE

Mel. Gott des himmels und der zc.

17. Unerforchlich sei mir immer

Meines gottes weg und rath, Und die nacht sei ohne schimmer, Die mich hier umschattet hat; Doch ist alles, was er thut, Wie's auch scheine, weis' und gut.

2. Sollt ich das von gott nur lo­ben, Wo ich rath und weisheit seh? Ists nicht ein geschenk von oben, Wenn ich seinen weg versteh? Frevelt der nicht, welcher klagt, Daß ihm gott mehr licht versagt?

3. Soll ein vater unterlassen, Was dem finde thorheit ist? Kühner tad­ler! engel fassen Das, wo du im dunkeln bist: Hier sollst du dem Herrn vertraun; Und nur glauben, noch nicht schaun.

4. Sollt er zu regiererinnen Seiner werke, seiner welt, Meine lüste setzen? sinnen, Ordnen, thun, was mir ge­fällt? Wohl uns, wenn er nie ge= währt, Was ein thöricht herz begehrt!