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3. Der große, starke Gott woll' uns von allem Bösen, und was uns schaden kann, gewaltiglich erlösen;
er schüß' uns in Gefahr, er helf' uns allezeit,
so lang er uns dahier
das Leben noch verleiht.
12)( Ref. Gef. Nr. 524, Luth. 1. Warum sollt' ich mich denn grämen? Hab ich doch Christum noch,
wer will mir den nehmen?
Wer will mir den Himmel rauben,
den mir schon
Gottes Sohn
beigelegt im Glauben?
2. Ich kam unter Angst und Nöten,
hilfelos,
arm und bloß
einst ans Licht getreten:
nichts nehm ich auch von der Erde
dann mit mir,
wenn ich bier
einst verscheiden werde.
4. Dir, Gott, dir, und nicht uns sei Ehr und Preis gegeben, was in uns ist, ſoll stets, Herr, deine Huld erheben. und stehn wir einst verklärt in deinem Heiligtum, so sei dein Name, Gott, auf ewig unser Ruhm.
Martin Rintart, † 1649.
Gott allein
ift es, der's gegeben.
Fordert er es einstens wieder,
nehm er's hin,
ich preis ihn
doch durch meine Lieder.
Gef. Nr. 435, Kernl. 128.) Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt,
der hat's in Händen;
er weiß wohl,
wie er soll
all mein Unglück wenden.
5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergeht;
sollt ich jest
nicht auch etwas tragen?
Fromm ist Gott
und schärft mit Maßen
sein Gericht,
kann mich nicht
3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ganz und gar verlassen.
ist nicht mein;
6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir
nichts mehr hier
thun als meiner spotten.
Laß sie spotten, laß fie lachen; Gott, mein Heil,
4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, wird in Eil
dringt herein
sie zu Schanden machen.


